Wegen Betrugsverdachts sitzen zwei Angeklagte in einem Hamburger Prozesssaal. © NDR Foto: Elke Spanner

Prozess: Brüder in Hamburg wegen Subventionsbetrugs vor Gericht

Stand: 25.10.2021 12:00 Uhr

Es ist einer der ersten Fälle, in denen Hamburger Unternehmer wegen Corona-Subventionsbetrugs angeklagt sind: Vor dem Amtsgericht müssen sich seit Montag zwei Brüder aus Harburg im Alter von 33 und 38 Jahren verantworten, die unberechtigt 14.000 Euro Corona-Soforthilfe kassiert haben sollen.

Unbürokratisch sollte die Hilfe sein. Die durch die Corona-Krise gebeutelten Firmen sollten schnell und unkompliziert Unterstützung bekommen. Das versprach der Hamburger Senat, als die Pandemie im vergangenen Jahr ausbrach und die Corona-Soforthilfe startete. Inzwischen weiß man, dass etliche Firmen das missbrauchten.

Zum Beispiel - nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft - eine Internetagentur von zwei Brüdern aus Harburg. Die hatten im Antrag auf Corona-Soforthilfe angegeben, sie hätten in den Monaten davor fast 45.000 Euro Nettoumsatz gemacht. Tatsächlich hatten sie laut Anklage keinerlei Umsatz, waren pleite und hatten Steuerschulden von fast 20.000 Euro. Sie kassierten 14.000 Euro Corona-Soforthilfe.

Älterer Bruder nimmt Verantwortung auf sich

Vor dem Amtsgericht nahm der ältere Angeklagte die Verantwortung auf sich. Er hätte allein den Antrag gestellt, sein Bruder hätte davon nichts gewusst. Für den Jüngeren geht es allerdings auch um sehr viel mehr. Er steht unter Bewährung.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.10.2021 | 12:00 Uhr

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