Polizei nimmt weitere mobile Blitzer in Betrieb

Stand: 29.04.2021 20:46 Uhr

Die Hamburger Polizei hat am Donnerstag vier neue Blitzanhänger in Betrieb genommen. Damit überwachen nun insgesamt zwölf mobile Messgeräte das Tempo der Autofahrerinnen und Autofahrer in der Hansestadt.

Jeder der vier neuen Blitzanhänger kostet 160.000 Euro. Die Investition könnte schnell wieder drin sein: Die bisher acht Anhänger waren im vergangenen Jahr für Bußgelder in Höhe von sieben Millionen Euro verantwortlich. Dazu kommen 17 Millionen Euro aus fest installierten Geräten - den sogenannten Starenkästen.

Corona-bedingt gingen die Einnahmen durch Bußgelder im ersten Quartal von 6,5 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro zurück. Nur die Blitzeranhänger schafften eine Steigerung - auf 2 Millionen Euro.

Viele stehen vor Kitas und Schulen

Die Kritik, mit den mobilen Blitzern abzukassieren, weist Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) zurück. "Der überwiegende Teil steht immer vor schützenswerten Einrichtungen wie Kitas und Schulen, wo uns wichtig ist, dass sich an die Geschwindigkeit gehalten wird."

Aber die "Enforcement-Trailer" fotografieren auch außerhalb von Tempo 30-Zonen: "Die andere Hälfte steht da, wo wir besonders hohe Geschwindigkeiten und viele Geschwindigkeitsverstöße haben", sagte Grote. "Das kann an Autobahnbaustellen sein, wo viele Unfälle passieren."

Es kommt noch mehr Nachschub

Die vier neuen Blitzanhänger sind nicht die letzten: Vier weitere sind bestellt. Insgesamt sollen es 20 werden. Durch die neuen Geräte kommt die Polizei mit der Auswertung kaum noch hinterher. Auch bei der Verkehrsdirektion der Polizei Hamburg stellt man sich personell stärker auf und plant derzeit, weitere 35 Stellen zu besetzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.04.2021 | 16:00 Uhr

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