Stand: 03.02.2019 07:46 Uhr

Paloma-Viertel: Bau verzögert sich weiter

Eine Visualisierung zeigt, wie das Paloma-Viertel in Hamburg-St. Pauli später aussehen soll.

Der Bau des Paloma-Viertels auf dem Gelände der ehemaligen Esso-Häuser am Hamburger Spielbudenplatz verzögert sich weiter. Das Ensemble wird voraussichtlich erst 2023 und nicht bereits Mitte 2022 fertig sein. Der Zeitplan steht inzwischen, Einzelheiten des Projekts sind aber immer noch offen. Bei so einem großen Projekt seien Verzögerungen normal, heißt es von den Investoren der Bayerischen Hausbau, der Teufel stecke im Detail.

Bürgerbeteiligung nach Abriss der Esso-Häuser

2014 waren die maroden Esso-Häuser an der Reeperbahn abgerissen worden. An den Planungen für die Neubebauung hatten sich viele Menschen aus dem Viertel beteiligt. Auch die Idee für den neuen Namen kam von den Anwohnern.

Im Mai 2018 hatten sich Investor, der Bezirk Mitte und die Anwohner-Vertretung "Planbude" nach 30 Verhandlungsrunden auf ein gemeinsames Konzept und einen städtebaulichen Plan für das neue Paloma-Viertel geeinigt - mit einem Mix aus einem Hotel, Restaurants und Clubs sowie bis zu 200 Wohnungen, davon 60 Prozent öffentlich geförderte. Eigentumswohnungen soll es keine geben und die Dachgärten und Sportflächen von allen nutzbar sein. Bislang hieß es, der Bau solle im Frühjahr 2019 losgehen und bis Mitte 2022 fertig sein.

Bauarbeiten sollen im 2. Halbjahr 2019 beginnen

Unterschrieben wurde der 80-seitige städtebauliche Vertrag im Oktober 2018. Seither bereitet der Investor den Bauantrag vor. Voraussichtlich wird der nun im zweiten Quartal 2019 bei der Stadt eingereicht. In der zweiten Jahreshälfte sollen dann die Bauarbeiten beginnen. Zunächst muss die alte Tiefgarage teilweise zurückgebaut werden. Nach oben wachsen die neuen Häuser dann wohl erst im kommenden Jahr.

Genossenschaftsprojekt ist noch offen

Offen ist außerdem noch das geplante Genossenschaftsprojekt auf dem Gelände. Ein Teil des Esso-Grundstücks soll die Bayerische Hausbau günstig an eine Baugemeinschaft abtreten. Die ist aber bisher noch nicht gefunden. Die Bewerberfrist hat die Hamburger Agentur für Baugemeinschaften nochmal um einen Monat bis Anfang März verlängert. Im November 2018 hatten Vertreter der "Planbude" davor gewarnt, dass sich das geplante Genossenschaftsprojekt bei den derzeitigen Baupreisen und den aktuellen Förderkonditionen nicht mehr finanzieren lasse.

Weitere Informationen

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Scheitert das Projekt Paloma-Viertel auf dem Hamburger Kiez auf der Zielgeraden? Stadtteil-Aktivisten sehen es in Gefahr, weil die Kosten wegen der derzeitig hohen Baupreise gestiegen sind. (21.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.02.2019 | 06:00 Uhr

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