Eine Visualisierung zeigt eine U5-Haltestelle am UKE. © Hochbahn

Neue Berechnung: Deutlich mehr Passagiere werden U5 nutzen

Stand: 19.08.2021 18:04 Uhr

Mit der geplanten U-Bahn-Linie 5 sollen deutlich mehr Fahrgäste unterwegs sein als bislang gedacht. Das ergibt eine neue Berechnung der Hamburger Hochbahn für die neue Linie zwischen Bramfeld und dem Volkspark.

Die Zahl der im direkten Einzugsbereich der U-Bahn lebenden Menschen steigt laut Hochbahn wegen der leicht veränderten Streckenplanung um 30.000 auf rund 180.000. Dadurch wiederum steige die Zahl jener Menschen, die die U5 täglich nutzen, im Vergleich zu den Planungen von 2019 um 70.000 auf 270.000. Die Zahl der Ein-, Aus- und Umstiege auf der gesamten Strecke von den Arenen bis nach Bramfeld wachse von 390.000 auf etwa 500.000.

Falk: UKE-Anschluss wirkt sich aus

Hochbahn-Chef Henrik Falk sagte, die U5 werde neue einwohnerstarke Gebiete anfahren. Zudem erklärte Falk den deutlichen Berechnungsanstieg mit dem erstmaligen Anschluss des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). "Auf dieser Basis haben wir neu berechnet und auf dieser Basis kommen absolut verlässlich diese Werte heraus", so Falk.

Der Anschluss des Universitätsklinikums und anderer Quartiere soll außerdem mehr Umsteigende von der S-Bahn anlocken. 45.000 Autofahrerinnen und Autofahrer sollen zudem täglich zur U5 wechseln.

U5 schafft schnellere Verbindungen

Der geplante Verlauf der U5.
Die U5 soll zwischen Bramfeld im Osten und den Arenen im Volkspark im Westen fahren.

Man schaffe mit der U5 einen Zeitgewinn im Vergleich zum heutigen HVV-Angebot, erklärte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne): "Wir werden zum Beispiel die Haltestelle Jarrestraße bauen. Da wird man vom Hauptbahnhof nur eine Fahrtzeit von sieben Minuten haben. Aktuell sind es 23 Minuten. Das sind natürlich enorme Fortschritte." Vom Hauptbahnhof zur Universität fährt man dann in fünf Minuten, statt wie heute in 14 Minuten. Wann die U5 dort rollt, sei aber noch unklar.

Keine Fahrer mehr in neuer U-Bahn

Die geplante U5 soll nun doch ganz ohne Zugpersonal auskommen. Früher hieß es, dass bei den automatisierten Zügen zur Sicherheit noch jemand vorne mitfährt, doch nun erklärte Hochbahn-Chef Falk: "U-Bahn-Neubauten weltweit sind automatische Systeme. Das heißt, dass sie vorne keine Fahrerin und keinen Fahrer mehr benötigen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.08.2021 | 13:00 Uhr

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