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Lärmprobleme belasten Grasbrook-Planung

Stand: 03.11.2020 07:11 Uhr

Bei der Planung des neuen Hamburger Wohnstadtteils Grasbrook gibt es Probleme. Bei der Online-Zwischenpräsentation am Montagabend zeigte sich, dass der Lärm der Elbbrücken das Wohnen stärker beeinträchtigt als zunächst gedacht. Zudem könnte die U-Bahn zu spät fertig werden.

Die Elbphilharmonie-Architekten Herzog und de Meuron hatten den Grundplan gezeichnet. Demnach sollen einmal 6.000 Menschen bevorzugt an der Norderelbe leben. Doch Prokejtleiterin Yasmin Kherad stieß jetzt auf Probleme für die sieben- bis zehnstöckigen Wohnhäuser: "Man wohnt da direkt an der Elbe, man hört den Wind und die Möwen. Aber dass man dort den Verkehrslärm, der direkt über die Elbbrücken kommt, so stark wahrnimmt, das war uns einfach nicht bewusst gewesen." Man habe da etwas naiv gedacht.

Keine "goldene Kruste" für Wohlhabende

Der Krach der Bahngleise erzwingt nun Lärmschutz an den Häusern. Immerhin kommen die teuren Eigentumswohnungen nicht nur in die erste Reihe, versicherte Hafencity-Geschäftsführer Andreas Kleinau: "Wir werden nicht eine goldene Kruste planen für wohlhabende Bewohner und dahinter gibt es irgendetwas anderes. Das wird nicht stattfinden."

Ärger macht auch die geplante U-Bahn-Haltestelle Grasbrook. Sie wird vielleicht erst nach Einzug der Bewohner fertig, räumte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) ein. "Wir können heute noch keine Aussage darüber treffen, wann die U-Bahn tatsächlich fertig ist", sagte sie. Ohne U-Bahn zerplatzt aber die Idee, dass der Stadtteil autofrei sein soll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.11.2020 | 07:00 Uhr

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