Stand: 24.06.2020 14:01 Uhr  | Archiv

Kutschenunfall auf Ohlsdorfer Friedhof: Freispruch

Fast zwei Jahre nach einem tödlichen Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof hat das Amtsgericht Hamburg die ehemalige Inhaberin des Pferdedroschkenbetriebs freigesprochen.

Die Inhaberin eines Pferdedroschkenbetriebs muss sich vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten. © NDR Foto: Elke Spanner
Die Betreiberin der verunglückten Kutsche wurde freigesprochen.

Die 56 Jahre alte Angeklagte habe ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt und sich somit auch nicht der fahrlässigen Tötung oder der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der Richter am Mittwoch bei der Urteilsverkündung. Es sei "eine Tragödie" gewesen.

Pferde gingen durch

Bei einem Halt vor einer Tour am 26. September 2018 waren die Pferde durchgegangen, als bereits zwei Fahrgäste in der Kutsche saßen und zwei weitere gerade auf dem Trittbrett standen. Die Pferde zogen das Gefährt auf die Cordesallee, die zentrale Verkehrsachse des Friedhofs, wo es mit einem Auto zusammenstieß.

Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr sichern nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche auf dem Friedhof Ohlsdorf den Unfallort. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Bei dem Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof kam eine 78-Jährige ums Leben.

Bei dem Unfall kippte die Kutsche um, zwei ältere Frauen wurden unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 78-Jährige starb, eine 80-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Auch die beiden anderen Fahrgäste und der 50 Jahre alte Autofahrer erlitten Verletzungen. Eines der Pferde musste eingeschläfert werden.

Keine Kutschfahrten mehr auf dem Friedhof

Seit dem Unfall werden auf dem Ohlsdorfer Friedhof keine Kutschfahrten mehr angeboten. Die Anlage ist nach Angaben der Friedhofsverwaltung mit knapp 390 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 24.06.2020 | 19:30 Uhr

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