Stand: 06.03.2019 18:01 Uhr

Hochbahn setzt weiter auf Wasserstoffbusse

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In Hamburg fahren derzeit zwei Wasserstoffbusse.

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Hochbahn setzen auf Wasserstoff als Antriebstechnik. Reine Batteriebusse hätten nicht genug Reichweite. Sie könnten ohne Nachladen nur ein Viertel der täglichen Fahrstrecken abdecken, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Mittwoch. Daher sollen viele von ihnen mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen bekommen.

Meldung über Abschaffung: "Eine echte Ente"

Vor Kurzem sorgten Meldungen, die Hochbahn schaffe vier Wasserstoffbusse ab, für Missverständnisse. Die Wasserstofftechnologie werde weiter verfolgt, sagte Hochbahn-Technikvorstand Jens-Günther Lang. Er sei im Urlaub gewesen, als die Meldung Mitte Februar öffentlich wurde. "Das war echt eine Ente", so Lang. "Wir haben das jetzt aufgeklärt."

Die Hochbahn stieß lediglich vier alte Wasserstoffbusse ab, deren Verträge 2016 abgelaufen waren. Zwei Wasserstoff-Gelenkbusse seien weiterhin zuverlässig im Einsatz. "Es geht mit Wasserstoff auf jeden Fall weiter", sagte Wirtschaftssenator Westhagemann. "Wir werden jetzt zwei Busse nachordern, sodass wir sehen, welcher Bus für welche Strecke am besten geeignet ist - das ist unsere Strategie."

Neue Busse mit Batterien und Brennstoffzelle

Die neuen Busse sollen beides haben: große Batterien und eine kleine Brennstoffzelle, die während der Fahrt Strom erzeugt, also nachlädt. Reine Batteriebusse kämen nur etwa 150 Kilometer weit. Doch laut Hochbahn fahren 75 Prozent der Busse täglich mehr Strecke: zwischen 200 und 300 Kilometer. Einige Busse könnten in den Fahrpausen nachgeladen werden, so Westhagemann. Doch ein noch unbekannter Teil müsse künftig mit Wasserstoff fahren. "Wir hoffen, dass wir mit Wasserstoffbussen diese Reichweiten erzielen - vielleicht auch mit einer Technologie, die dazwischen liegt", so Westhagemann.

Betriebshöfe sollen ausgebaut werden

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Hochbahn beschlossen, die Betriebshöfe auszubauen. Die Ausrüstung mit Wasserstoff werde günstig, so Hochbahn-Vostand Lang. "Wir setzen da nicht auf eigene große Tankstellen, sondern auf Lkw-Auflieger, also Trailer", sagte er im Gespräch mit NDR 90,3. Aus diesen Trailern könne man dann direkt die Busse betanken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.03.2019 | 13:00 Uhr

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