Hallenbad: Unterwasseraufnahme eines Beckens. © NDR Foto: Julius Matuschik

Harburg: Sportschwimmbecken fehlt - Politiker sind verärgert

Stand: 24.10.2021 11:04 Uhr

Bahnen schwimmen oder vom Turm springen – das ist in Harburg nicht möglich. Seit Jahren kämpft die Initiative "Yes - We Swim!" schon dafür. Das Thema hat jetzt auch im Stadtentwicklungsausschuss für Gesprächsstoff gesorgt.

Die Parteien in Harburg sind sich einig: "Ja, so ein Sportschwimmbecken fehlt im Bezirk Harburg - für die mehr als 160.000 Bürger, fürs Schulschwimmen und für die Sportvereine". Das wurde im Stadtentwicklungsausschuss diese Woche nochmal deutlich. Zwar können die Harburger im MidSommerland schwimmen gehen. Das ist aber ein reines Spaßbad. Da es in ein paar Jahren modernisiert werden soll, wäre das ein passender Zeitpunkt, das Bad zu erweitern. Das kostet aber 5 bis 8 Millionen Euro. Wer soll das finanzieren?

Verein sammelt Spenden

Der Verein "Yes – We Swim!" hat einiges versucht, vor kurzem noch mit einem Spendenlauf. Aber es reicht bei weitem nicht. Und was sagt Bäderland dazu? Pressesprecher Michael Dietel hält sich die Option grundsätzlich offen, das MidSommerland zu erweitern. Allerdings sieht er momentan nicht den Bedarf für ein 25-Meter-Becken und verweist auf die Hallenbäder in Wilhelmsburg und Neugraben. Das verärgert die Politiker in Harburg. Denn für sie ist ein Sportschwimmbecken mit Sprungturm längst überfällig. Deshalb kommt jetzt Bewegung in die Sache.

Behörde entscheidet über Finanzmittel

Die Entscheidung übers Geld liegt bei der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima Energie und Agrarwirtschaft, kurz BUKEA genannt. Deren Staatsrat Michael Pollmann führt momentan Gespräche, auch mit Bäderland, wie NDR 90,3 erfuhr. Ob das Sportschwimmbecken womöglich doch noch finanziert wird, wird sich in einer der nächsten Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses zeigen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2021 | 12:00 Uhr

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