Stand: 22.01.2020 06:31 Uhr

Hamburg will energetische Sanierung beschleunigen

Der Hamburger Senat will dafür sorgen, dass mehr Wohnungen energetisch saniert werden. Die Kosten, die dadurch auf Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter zukommen, sollen Fachleute in einer Machbarkeitsstudie klären. Das erklärte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Dienstag in einer Ausschusssitzung der Bürgerschaft. Hintergrund: Im Jahr 2019 wurden mit Fördermitteln nur noch 780 Wohnungen in der Hansestadt energetisch saniert. Im Jahr zuvor waren es noch 2.500 Wohnungen.

Sanierungsquote entscheidend für Klimaplan

Damit betrage die Sanierungsquote derzeit nur 0,6 Prozent. Firmen setzen ihr Geld derzeit eher für den lukrativen Neubau von Sozialwohnungen ein, der im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen ist. Mit dem neuen Klimaschutzgesetz sollen aber künftig zwei Prozent der mehr als 960.000 Hamburger Wohnungen jährlich modernisiert werden. Die Pflicht zur energetischen Sanierung soll den Kohlendioxidausstoß um 576.000 Tonnen bis 2030 verringern. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) erklärte, die Klimaziele seien mit Belastungen für die Bürger verbunden. Die Kosten müssten gerecht verteilt werden.

Das Klimaschutzgesetz, das die Bürgerschaft noch vor der Wahl am 23. Februar verabschieden will, soll den CO2-Ausstoß Hamburgs bis 2030 gemessen am Wert von 1990 um 55 Prozent senken. Insgesamt sollen 7,1 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 eingespart werden. Bis 2050 soll Hamburg klimaneutral werden. Vorgesehen sind Maßnahmen in den vier Sektoren Verkehr, private Haushalte, Gewerbe, Dienstleistung, Handel sowie Industrie.

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Wohnblöcke in Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2020 | 06:00 Uhr

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