Hamburg erlebt eine ruhige Silvesternacht

Stand: 01.01.2021 14:09 Uhr

Für die Hamburger Polizei und Feuerwehr war es ein ungewöhnlich ruhiger Jahreswechsel. Die Einsatzkräfte registrierten dennoch einige Verstöße gegen das Feuerwerksverbot.

Nur vereinzelt fielen Böllerschüsse und einige Schreckschusspistolen wurden abgefeuert. Die Feuerwehr meldet demzufolge nur wenige Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Allerdings gab es zwei Verletzte nach einem Tannenbaumbrand, in einer Wohnung am Leinpfad in Winterhude.

Ruhige Lage an der Binnenalster

Wie in den Vorjahren war die gesamte Bereitschaftspolizei im Einsatz. Auf dem Jungfernstieg und an den Landungsbrücken parkten mehrere Polizeibusse, einige Passantinnen und Passanten wurden dort von den Einsatzkräften kontrolliert. An der Binnenalster sprach eine Polizistin von einer ruhigen Lage.

Alle Streifenwagen besetzt

Die gesamte Bereitschaftspolizei war auf den Beinen, so wie an Silvester üblich. Alle Reviere und Streifenwagen waren besetzt. Zwischen sechs Uhr abends und sechs Uhr morgens musste die Polizei laut eigenen Angaben zu rund 1.300 Einsätzen ausrücken. In dieser Zeit wurden knapp 400 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, 76 davon wegen des Verstoßes gegen das Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern. Mehrfach wurde ruhestörender Lärms in Privatwohnungen gemeldet. Vereinzelt löste die Polizei nicht Corona-konforme Zusammenkünfte auf. Größere Partys wurden laut Polizei nicht festgestellt. "Die große Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger haben sich an die Regeln gehalten. Einige wenige haben sich nicht daran gehalten, insbesondere was das Abbrennen von Feuerwerk angeht. Da hatte man in der Zeit von 23.30 bis 0.30 Uhr nicht immer den Eindruck, und in verschiedenen Stadtteilen besonders nicht, dass wir tatsächlich ein Verbot hatten", sagte Sandra Levgrün, Sprecherin der Hamburger Polizei am Neujahrstag.

Autofahrer halten auf Köhlbrandbrücke

Anders als in den Vorjahren war die Köhlbrandbrücke in der vergangenen Silvesternacht nicht gesperrt. Dort standen um Mitternacht mehrere Autos, mit bester Sicht über die Stadt. Durch die Lautsprecheranlage eines Polizeiwagens befahlen die Beamtinnen und Beamten allen Fahrerinnen und Fahrern weiterzufahren, es gebe nichts zu sehen. Unterdessen waren zwei Polizisten aus einem anderen Streifenwagen ausgestiegen um Handyfotos von den aufsteigenden Silvesterraketen zu knipsen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.01.2021 | 19:30 Uhr

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