HHLA will Stellen abbauen

Stand: 25.03.2021 13:27 Uhr

Beim Hamburger Hafenbetreiber HHLA stehen in den kommenden Jahren zahlreiche Stellen auf der Kippe. Grund ist, dass das Unternehmen seine Terminals weiter automatisieren will.

Wie viele der rund 1.900 Jobs auf den HHLA-Terminals in Hamburg wegfallen, will Vorstandschefin Angela Titzrath bislang nicht sagen. In den kommenden Wochen sollen die Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat beginnen. Arbeitsdirektor Torben Seebold spricht allerdings davon, dass in Zukunft etwa 15 Prozent weniger Arbeitszeit benötigt wird.

Möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen

Einige Mitarbeitende will die HHLA in den Vorruhestand schicken. Daneben sollen sich Beschäftigte für andere Jobs weiterbilden, auch kürzere Arbeitszeiten sind im Gespräch. Betriebsbedingte Kündigungen will die HHLA vermeiden.

Verhandlungen mit Eurogate

Parallel verhandelt das Logistikunternehmen mit dem Konkurrenten Eurogate über eine Zusammenarbeit. Eine Entscheidung erwartet Titzrath bis Jahresende. Nachdem Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr durch Corona stark eingebrochen sind, blickt das Unternehmen jetzt optimistisch auf 2021. Sowohl beim Containerumschlag als auch beim Transport ins Hinterland rechnet die HHLA mit einem moderaten Anstieg.

Im abgelaufenen Jahr war der Containerumschlag an den HHLA-Terminals infolge der Pandemie um fast elf Prozent auf knapp 6,8 Millionen Standardcontainer (TEU) zurückgegangen. Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis um etwa 44 Prozent auf 123,6 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.03.2021 | 13:00 Uhr

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