Stand: 31.01.2020 16:23 Uhr  - NDR 90,3

Gutachten: Kraftwerk-Betrieb Wedel beschränken

Anwohner und Klimaschützer bezeichnen das Kohlekraftwerk Wedel vor den Toren Hamburgs als Dreckschleuder. Am Freitag ist ein Gutachten dazu vorgestellt worden. Das Öko-Institut Freiburg rät darin, den Betrieb einzuschränken anstatt das Kraftwerk im Sommer abzuschalten. So ließe sich eine große Menge Kohlendioxid einsparen.

Im Sommer wird die neben Strom produzierte Fernwärme aus dem Kraftwerk nicht gebraucht, weshalb die Anwohner und Klimaschützer die Abschaltung fordern. Doch das Öko-Institut in Freiburg empfiehlt die Abschaltung in seinem Gutachten aus technischen Gründen nicht. Stattdessen sollte die Hamburger Politik beschließen, die in Wedel verfeuerte Kohle auf 60 Prozent zu begrenzen. Der fehlende Strom müsste dann beispielsweise mit Gas produziert werden, und das sei teurer.

CO2-Einsparungen an anderer Stelle viel teurer

Unterm Strich lohne sich das laut Gutachtern dennoch. Denn es könnten riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Deren Einsparung sei an anderer Stelle viel teurer. Matthias Ederhof von Energienetz Hamburg hat die Studie in Auftrag gegeben. Aus seiner Sicht ist jetzt der Senat gefordert. Nach der Bürgerschaftswahl sollten neue Vorgaben für Wedel beschlossen werden, sagt Ederhof, der für die SPD kandidiert.

Weitere Informationen

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Laut dem Kieler Umweltministerium ist der Partikelausstoß des Kohlekraftwerks Wedel nicht gesundheitsschädlich. Zu diesem Ergebnis kommen zwei neue Gutachten. Anwohner zweifeln diese jedoch an. (10.01.2020) mehr

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.01.2020 | 16:00 Uhr

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