Eine Visualisierung zeigt eine mögliche Gestaltung des Grasbrooks in Hamburg. © Vogt Landschaftsarchitekten

Grasbrook: Altes Grün muss neuen Bäumen weichen

Stand: 27.02.2021 10:07 Uhr

Es soll ein grüner Stadtteil werden – der neue Grasbrook. Damit das passieren kann, muss das alte Grün aber weichen. In den kommenden Tagen werden am Moldauhafen deshalb die Rodungsarbeiten beginnen.

Es geht um die Fläche, wo die Fundamente der neuen Moldauhafenbrücke stehen werden und um den Baubeginn des Deutschen Hafenmuseums. 60 Bäume und Gehölz sollen weichen, darunter eine Silberweide und einige Platanen. Im Gegenzug sollen auf dem Grasbrook in den kommenden Jahren 10.000 neue Bäume gepflanzt werden: Linden, Eichen, Birken, sowie Nuss- und Obstbäume. Wie schon im Lohsepark können die Früchte dann von allen geerntet werden.

Zehn Hektar Grünflächen

Die Landschaftsarchitektinnen und -architekten planen auf dem Grasbrook insgesamt zehn Hektar Grünfläche, davon die Hälfte als zentralen großen Park. Aber auch sogenannte "Ruderal-Biotope" sollen erhalten bleiben. Das sind länger ungenutzte Flächen, auf denen alles ungehemmt wuchern und wachsen konnte und die heute ökologisch wertvoll sind: vor allem am westlichen Ufer des Moldauhafens.

Plätze auch für Vögel

Auch "Animal aided Design" kommt zum Einsatz. Das heißt, bei der Planung des neuen Viertels werden die Lebensbedingungen von Tieren berücksichtigt. Auf dem Grasbrook zum Beispiel für den Haussperling oder den Gartenrotschwanz. Dafür sind Nisthöhlen sowie ausreichend Fassaden- und Dachbegrünung vorgesehen.

3.000 Wohnungen

In den kommenden 20 Jahren soll auf dem Grasbrook ein neuer, innovativer Stadtteil entstehen. Geplant sind 3.000 Wohnungen und Bauten für rund 16.000 Arbeitsplätze.

Weitere Informationen
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Lärmprobleme belasten Grasbrook-Planung

Es gibt dort mehr Verkehrslärm als gedacht, dazu macht die U-Bahn-Anbindung Schwierigkeiten. (03.11.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.02.2021 | 14:00 Uhr

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