Stand: 01.03.2019 13:57 Uhr

Gericht bestätigt: Unfallfahrt war Mord

Bild vergrößern
Der 26-jährige Angeklagte war im vergangenen Jahr wegen Mordes verurteilt worden.

Die Verurteilung eines Taxidiebes wegen Mordes im Prozess um einen tödlichen Unfall am Hamburger Ballindamm ist rechtskräftig: Der Bundesgerichtshof wies die Revision des Angeklagten als unbegründet zurück, wie die Pressestelle des Karlsruher Gerichts am Freitag mitteilte. Der Gerichtshof bestätigte damit erstmals die Verurteilung eines Rasers wegen Mordes. Der 26-jährige Angeklagte war am 19. Februar vergangenen Jahres vom Landgericht Hamburg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Mit Tempo 160 durch die Innenstadt

Der Mann hatte am frühen Morgen des 4. Mai 2017 ein Taxi gestohlen. Mit dem unbeleuchteten Fahrzeug raste der betrunkene Mann auf der Flucht vor der Polizei durch Hamburg. Kurz vor der Binnenalster beschleunigte er laut Urteil auf Tempo 160 und lenkte auf die Gegenspur des Ballindamms.

Dort stieß er mit dem Großraumtaxi eines 57 Jahre alten Fahrers zusammen. Dessen 22 Jahre alter Fahrgast - ein Barkeeper, der gerade erst eingestiegen war - kam dabei ums Leben. Ein weiterer Fahrgast und der Taxifahrer kamen mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Das Landgericht sprach den Angeklagten wegen Mordes, zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefährlicher Körperverletzung schuldig.

Weitere Informationen

Taxi-Crash war Mord: Lebenslange Haftstrafe

"Vorsätzliches Werk eines rücksichtslosen Täters": Nach dem tödlichen Taxi-Zusammenstoß am Ballindamm in Hamburg schickt das Gericht den Angeklagten lebenslänglich ins Gefängnis. (19.02.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.03.2019 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:30
Hamburg Journal
02:16
Hamburg Journal
01:57
Hamburg Journal