Stand: 31.01.2019 09:48 Uhr

Exzellent? Uni Hamburg auf dem Prüfstand

Mehrere Millionen Euro winken den deutschen Exzellenzuniversitäten durch Fördermittel von Bund und Ländern. Die neue Förderperiode steht an und die Bewerbungen laufen. Auch die Universität Hamburg (UHH) ist diesmal mit dabei - und kommt jetzt auf den Prüfstand. Zwei Tage lang wird Hamburgs größte Bildungseinrichtung von einem internationalen Gutachter-Team auf Herz und Nieren geprüft.

Es geht um viele Millionen Euro und Renommee. Nachdem die Universität Hamburg (UHH) bei der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern im vergangenen Herbst bereits vier mit Millionensummen geförderte Forschungscluster abgeräumt hat, bemüht sie sich auch um die Förderung als eine von bundesweit elf Exzellenzuniversitäten.

Entscheidung Mitte Juli

Die Entscheidung, wer künftig den Titel Exzellenzuniversität tragen kann, fällt am 19. Juli in der Exzellenzkommission, in der neben einem 39-köpfigen Expertengremium auch die zuständigen Minister aus Bund und Ländern Stimmrecht haben. Die Förderphase beginnt im November. Bund und Länder stellen jährlich insgesamt 148 Millionen Euro bereit, und zwar für die kommenden sieben Jahre.

19 Bewerber für 11 Plätze

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der sich den Ausbau des Wissenschaftsstandorts auf die Fahnen geschrieben hat, sieht die UHH im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens und nach dem vierfachen Cluster-Erfolg "bestens aufgestellt". Mindestens zwei Cluster sind Voraussetzung für eine Bewerbung. Die UHH konkurriert mit 17 anderen Universitäten und 2 Universitätsverbünden - darunter auch zehn von elf Exzellenzunis der zu Ende gehenden Förderperiode.

Bis April erhalten alle Kandidaten nun Besuch von etwa 20-köpfigen Gutachter-Teams. Bewertet werden sowohl bisherige herausragende wissenschaftliche Leistungen als auch die aufgezeigten Entwicklungsperspektiven und das Konzept der Universität. Einzelne Universitäten können mit jährlich 10 bis 15 Millionen Euro gefördert werden und Universitätsverbünde dürfen auf 15 bis 28 Millionen Euro jährlich hoffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.01.2019 | 13:00 Uhr

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