Stand: 04.06.2019 21:30 Uhr

Experten diskutieren über die Meeresumwelt

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Offshoreanlage Riffgat vor Borkum: Beim Bau einer solchen Anlage leiden Wale und Robben unter dem Krach.

Die Meere sollen nachhaltig genutzt werden - das steht als Motto über dem zweitägigen Meeresumwelt-Symposium, das das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) veranstaltet. Und das zieht sich durch alle Foren und Diskussionsrunden: Biologen plädieren beispielsweise dafür, beim Bau von Offshore-Windparks mehr darauf zu achten, dass Fundamente möglichst leise in den Meeresgrund gerammt werden. Wale, Robben und andere Tiere leiden besonders stark unter dem Lärm unter Wasser.

Haugan: Meere zu wichtig, um sie zu ignorieren

Peter Haugan, der Vorsitzende der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission (IOC) der Unesco, sagte in Hamburg, noch nie habe es so viel internationale Aufmerksamkeit für die Meere gegeben wie heute. Er verwies unter anderem auf die Fridays-for-Future-Demonstrationen Plastikmüll in Ozeanen, steigenden Meeresspiegeln und Fridays-for-Future-Demonstrationen. Der öffentliche Zuspruch müsse genutzt werden, um Lösungen für widerstandsfähige, ökologisch gesunde und produktive Meere zu liefern. "Die Meere sind zu wichtig, um sie ignorieren zu können", mahnte Haugan.

Schadstoffbelastung in den Meeren zu hoch

In Nord- und Ostsee ist die Schadstoffbelastung - etwa durch die Landwirtschaft - nach wie vor hoch. Wie sie langfristig gesenkt werden kann, steht weit oben auf der Tagesordnung des Treffens. Eine Idee dabei: Muschelfarmen könnten helfen, das Wasser besser zu filtern.

Es ist bereits das 29. Meeresumwelt-Symposium, das das BSH organisiert. Immer wichtiger wird dabei die internationale Zusammenarbeit - die Vereinten Nationen haben für die 2020er Jahre zu einer Dekade der Meeresforschung aufgerufen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.06.2019 | 10:00 Uhr

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