Blick auf Kräne des Terminals Eurogate im Hamburger Hafen. © dpa Foto: Soeren Stache

Eurogate will Hunderte Stellen abbauen

Stand: 10.11.2020 16:24 Uhr

Der Hafenbetreiber Eurogate will an den Standorten Hamburg, Bremen und Bremerhaven mehrere Hundert Stellen einsparen. Ein großer Teil wird dabei nach Informationen von NDR 90,3 auf das Terminal im Hamburger Hafen entfallen.

Eurogate-Chef Michael Blach kündigte "schmerzhafte Einschnitte" an. Es gehe um den Fortbestand des Unternehmens. Erste Details präsentierte die Eurogate-Führung am Dienstagvormittag der Arbeitnehmervertretung in Hamburg. Am Donnerstag sollen auch die Beschäftigten in Bremerhaven informiert werden.

20 Millionen Euro Verlust

Die deutschen Standorte verlieren im Wettbewerb mit der Konkurrenz in Antwerpen und Rotterdam zunehmend. Nach Einschätzung von Eurogate sind die Personalkosten zu hoch und die Mitarbeitenden nicht produktiv genug. Unter dem Strich hat Eurogate im laufenden Jahr bereits mehr als 20 Millionen Euro Verlust eingefahren.

Kündigungen und kürzere Pausen nicht ausgeschlossen

Die Stellen sollen möglichst sozialverträglich abgebaut werden, Eurogate schließt aber derzeit auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Außerdem sollen Pausen- und Übergabezeiten von derzeit bis zu zwei Stunden pro Schicht verkürzt werden. Diese seien momentan etwa doppelt so lang wie in den Niederlanden und in Belgien.

In den kommenden Wochen will die Unternehmensführung mit dem Betriebsrat Details des Sparprogramms aushandeln.

Weitere Informationen
Kräne im Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Georg Wendt

Corona-Krise: Deutsche Seehäfen mit weniger Umschlag

Die Corona-Krise trifft auch die deutschen Seehäfen. Sie verzeichnen deutliche Einbußen beim Umschlag. (09.11.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.04.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher gibt Erklärung zu Corona-Maßnahmen im Ratgaus ab © NDR

Auch Hamburg verlängert und verschärft Corona-Maßnahmen

Nach der Einigung von Bund und Ländern werden unter anderem die privaten Zusammenkünfte weiter begrenzt. mehr

Heinrich-Hertz-Turm und Messehallen in Hamburg © picture alliance / blickwinkel Foto: McPHOTO/C. Ohde

Corona-Impfungen: Hamburg bereitet die Messehallen vor

Dort sollen täglich mehr als 7.000 Menschen geimpft werden. Ab Mitte Dezember könnte es losgehen. mehr

Die Abgeordneten verfolgen die Sitzung der Hamburgische Bürgerschaft im Rathaus. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Reinhardt

Corona: Opposition fordert in Bürgerschaft mehr Mitsprache

Das Parlament müsse bei Corona-Verordnungen stärker einbezogen werden. SPD und Grüne verteidigten sich. mehr

Das Hamburger Rathaus.

Bürgerschaft: Kampf gegen Klimawandel trotz Corona wichtig

Wie soll der Kampf gegen den Klimawandel in Corona-Zeiten fortgeführt werden? Darüber hat die Bürgerschaft gestritten. mehr