Stand: 21.01.2020 20:16 Uhr

Elbchaussee: Neue Fahrradpläne stoßen auf Kritik

Für den Ausbau der Hamburger Elbchaussee liegen neue Pläne vor. Demnach könnte der Ausbau der Straße sehr viel komplizierter werden als gedacht. Im ersten Bauabschnitt zwischen Blankenese und Teufelsbrück soll es ständig wechselnde Rad- und Fahrstreifen geben, wie NDR 90,3 erfuhr.

Seit Jahren arbeiten sich Hamburgs Behörden an Fragen ab wie: Wie schafft man angemessene Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Elbchaussee? Erste Varianten von 2018 - mit großer Bürgerbeteiligung - waren nicht genehmigungsfähig, weil sie gegen Vorschriften verstießen.

Viele Wechsel in der Verkehrsführung

Auch der am Montagabend im Verkehrsausschuss Altona vorgestellte "Erläuterungsbericht zur zweiten Verschickung" stieß nicht gerade auf Begeisterung. Er sieht einen ständigen Wechsel der Verkehrsführung vor. Auf den 4,3 Kilometern zwischen Blankenese und Teufelsbrück sind stadteinwärts acht verschiedene Aufteilungen der Fahrbahn geplant: Autos und Fahrräder im Mischverkehr mit Tempo 50, Mischverkehr Tempo 30, Radweg, Radfahrstreifen und Radschutzstreifen.

ADFC kritisiert Pläne für die Elbchaussee

Ein "wirrer Mix" sei das, kritisierte Sabine Hartmann vom Fahrradclub ADFC. Sogenannte Radschutzstreifen seien wegen des hohen Verkehrsaufkommens nicht zulässig. Hartmann forderte stattdessen eine Beschränkung der Autozahl und Tempo 30 auf der Elbchaussee.

Hamburgs Vorzeigestraße muss so oder so grundlegend saniert werden. Wann es dort mit den Arbeiten losgeht, ist noch unklar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.01.2020 | 06:00 Uhr

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