Stand: 16.03.2019 09:13 Uhr

Deutscher Taxifahrer wieder in Hamburg

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Nach acht Monaten ist Ilhami A. am Sonnabend am Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel von seiner Familie und Freunden empfangen worden.

Ein deutscher Taxifahrer mit kurdischen Wurzeln ist am Sonnabendmorgen nach acht Monaten in seine Heimatstadt Hamburg zurückgekehrt. Er war in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Festnahme wegen Propaganda

Der Mann war im Sommer 2018 in die Türkei gereist, um seine pflegebedürftige Mutter zu unterstützen. Mitte August drangen türkische Sicherheitsbeamte in das Haus seiner Mutter ein und nahmen den 46-Jährigen fest. Ein Gericht verurteilte ihn zu drei Jahren Haft. Der Vorwurf: Er habe sich im Internet kritisch gegenüber der türkischen Regierung geäußert.

Flucht nach Georgien

Der Mann ging in Berufung und kam nach einem Monat Untersuchungshaft aus dem türkischen Gefängnis frei - unter der Auflage, die Türkei nicht zu verlassen. Aus Angst, doch noch für drei Jahre Haft ins Gefängnis zu kommen, floh er jedoch ins benachbarte Georgien und nahm Kontakt zum deutschen Konsulat auf.

Rückkehr nach acht Monaten

Die georgischen Behörden verweigerten ihm zunächst die Ausreise nach Deutschland, weil er illegal ins Land gekommen war. Nachdem er eine Geldstrafe bezahlt hatte, durfte er nun aber ausreisen. Nach acht Monaten wurde er von seiner Familie und von Freunden am Flughafen in Fuhlsbüttel in Empfang genommen. Der Deutsche kurdischer Herkunft ist selbstständiger Taxifahrer in Hamburg und lebt seit 1992 in Deutschland.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.03.2019 | 09:00 Uhr

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