Stand: 26.02.2020 14:51 Uhr  - NDR 90,3

Deutsche Reeder spüren Folgen der Corona-Krise

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) ist der zentrale Spitzenverband der deutschen Seeschifffahrt und hat seinen Hauptsitz in Hamburg. (Themenbild)

Die deutschen Reeder leiden unter den Folgen des Coronavirus. Das machte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung der Bilanz des abgelaufenen Jahres klar. Weil weniger Güter von und nach China gebracht werden, sind die Frachtraten in den vergangenen Wochen massiv eingebrochen.

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Knapp die Hälfte der Frachtreisen nach China gestrichen

Etwa jede zweite geplante Reise eines Containerschiffs von Asien nach Nordeuropa ist im Moment nach Angaben des Branchendienstes Alphaliner wegen der Corona-Krise gestrichen. Weltweit sind knapp zehn Prozent aller Containerschiffe ohne Auftrag, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Höhe des wirtschaftlichen Schadens noch unklar

Alfred Hartmann, Präsident des VDR, wagt derzeit keine Prognose, wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch Corona ist: "Wenn das weitergeht, werden wir vermeiden chinesische Häfen anzulaufen." Allerdings haben die meisten Reeder langfristige Verträge, können ihre Schiffe also nicht einfach umleiten.

In China stockt die Abfertigung

In den chinesischen Häfen stockt jedoch gerade die Abfertigung von Schiffen: "Die Lkw-Fahrer fehlen, die Kranfahrer fehlen, viele Hafenarbeiter fehlen auf den Werften fehlen die Werftarbeiter, so dass die Produktion dort um 30 bis 40 Prozent reduziert ist", erklärte Hartmann.

Bislang kein Besatzungsmitglied infiziert

Die Besatzungen auf den Schiffen deutscher Reeder müssen in chinesischen Häfen Schutzanzüge und Atemmasken tragen, Landgang ist verboten. Bislang hat sich nach Angaben des Reederverbands - zumindest auf Handelsschiffen - kein Besatzungsmitglied mit Corona angesteckt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.02.2020 | 14:00 Uhr

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