Stand: 02.01.2018 07:35 Uhr

Das große Aufräumen am Neujahrstag

Mit dem Start in das neue Jahr hat die Hamburger Stadtreinigung rund 20 Tonnen Feuerwerksmüll und Flaschen beseitigt. Sie war am Neujahrstag mit 120 Einsatzkräften und 50 Fahrzeugen in der Stadt unterwegs. Die ausgedienten Weihnachtsbäume sammeln die Mitarbeiter der Stadtreinigung dann ab dem 8. Januar ein.

Keine Angriffe auf Einsatzkräfte

Insgesamt ist die Silvesternacht in Hamburg laut Polizei in diesem Jahr verhältnismäßig friedlich geblieben. Angriffe auf Feuerwehrleute und Polizisten wie in anderen Bundesländern gab es in Hamburg nicht. In Berlin hatten Unbekannte mehrere Einsatzkräfte mit Schusswaffen, Böllern, Flaschen und Steinen attackiert. 25 Polizisten wurden verletzt. Auch die Feuerwehr musste zu weniger Einsätzen ausrücken als noch im Vorjahr. Trotzdem gab es rund 2.500 Einsätze für Polizei und Feuerwehr. Aber es gab nur einen Großbrand, im Jahr zuvor waren es noch sieben Großfeuer gewesen.

46 Verletzte durch Böller und Raketen

Allein durch Böller und Raketen wurden in Hamburg insgesamt 46 Menschen verletzt. In Eidelstedt verlor ein Mann beim Böllern mehrere Finger, ein anderer erlitt schwere Verbrennungen durch eine Rakete und ein Zwölfjähriger erlitt ein Knalltrauma, nachdem er offenbar mit Feuerwerk beschossen worden war. An der Elbchaussee bekam eine 27-Jährige eine Rakete ins Auge. Und beim Hantieren mit einem Luftgewehr schoss ein Mann seinem Freund versehentlich ins Gesicht.

"Was uns einfach wieder etwas schockiert, ist die Schwere der Verletzungen", sagte Feuerwehr-Sprecher Werner Nölken. "Und die Unvernunft, etwa Raketen aus der Hand abzufeuern." Einem kleinen Jungen etwa sei ein Böller in die Kapuze gesteckt worden und der Junge habe dadurch Verbrennungen im Nacken und am Rücken erlitten. "Das sind Dinge, die nicht sein müssen", sagte Nölken.

Deutlich ruhiger als im Vorjahr

In St. Pauli feierten zu Spitzenzeiten rund 35.000 Menschen und es blieb laut Polizei insgesamt deutlich ruhiger als in den Vorjahren. Trotzdem sperrte die Polizei den Zugang zur Großen Freiheit auf dem Kiez in der Silvesternacht zweimal im Bereich Beatles-Platz zeitweilig, damit nicht zu viele Besucher unkontrolliert hineinströmten. Vor zwei Jahren waren an Silvester gerade dort viele Frauen sexuell belästigt worden.

In diesem Jahr sieht die vorläufige Bilanz der Polizei so aus: 126 Anzeigen wurden erstattet, darunter 13 Strafanzeigen wegen Beleidigung auf sexueller Basis, eine wegen Verdachts der sexuellen Nötigung. Es seien aber auch weniger Frauen auf dem Kiez unterwegs gewesen als im Vorjahr, sagte ein Polizeisprecher. 69 Menschen erteilte die Polizei einen Platzverweis und gegen 38 Feiernde wurde ein Aufenthaltsverbot verhängt. In Gewahrsam wurden 34 Menschen genommen, 16 Menschen wurden vorläufig festgenommen.

So war die Hamburger Silvesternacht

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.01.2018 | 06:30 Uhr

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