Stand: 30.01.2020 07:11 Uhr  - NDR 90,3

Coronavirus: Hapag-Lloyd streicht Landgänge in China

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In chinesischen Häfen sollen die Mannschaften von Hapag-Lloyd Schutzmasken tragen.

Nach der Ausbreitung des Coronavirus in China und ersten Fällen in Deutschland reagiert auch die Hamburger Wirtschaft. Die Reederei Hapag-Lloyd will die Seeleute in China nicht mehr an Land lassen. Das Unternehmen hat die Schiffsbesatzungen zudem angewiesen, Schutzmasken auch an Bord zu tragen, während die Frachter in chinesischen Häfen liegen.

Konferenzen nur online oder am Telefon

Auf Crew-Wechsel in China will Hapag-Lloyd bis auf Weiteres verzichten - es sollen also keine Besatzungsmitglieder an Bord kommen, die in China an Land waren und sich möglicherweise so mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Hapag-Lloyd-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen an Land sollen zudem möglichst auf Konferenzen verzichten, um Ansteckungsgefahren zu vermeiden. Besprechungen sollen stattdessen per Telefon oder Video abgehalten werden.

China Tours streicht Reisen

Ähnliche Empfehlungen gibt es auch bei anderen Hamburger Unternehmen, die im China-Geschäft aktiv sind. Unabhängig von der Lufthansa, die alle China-Flüge abgesagt hat, streicht auch der Hamburger Anbieter China Tours alle Reisen in das Land bis zum 15. März. Kunden und Kundinnen, die bereits bezahlt haben, bekommen ihr Geld zurück.

Universität stoppt China-Reisen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus stoppte auch die Universität Hamburg alle Dienstreisen nach China. Außerdem kündigte die Hochschule an, Tagungen und Konferenzen zu verschieben, an denen Menschen mit Wohnsitz in China teilnehmen sollten. Dozenten und Studenten, die sich gerade in China aufhalten, will die Uni bei einer Ausreise unterstützen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.01.2020 | 07:00 Uhr

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