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Corona-Krise: Berenberg-Bank wagt Prognose

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Gebäude der Berenberg Bank in Hamburg

Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der Hamburger Berenberg-Bank erst in rund zwei Jahren wieder das Niveau vor der Corona-Krise erreichen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Tiefpunkt bei der Konjunktur bereits erreicht ist.

Verhalten positiver Ausblick

Die Hoffnung wächst wieder, der Ausblick sei verhalten positiv, sagt Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding. Er geht davon aus, dass es keine zweite Corona-Welle gibt, die zu einer Vollbremsung der Wirtschaft in vielen Ländern führt. Nach der irrationalen Panik an den Aktienmärkten zu Jahresbeginn hätten sich die Kurse in den vergangenen beiden Monaten bereits wieder etwas erholt. Angst vor den massiven Corona-Schulden muss Deutschland nicht unbedingt haben, glaubt Schmieding.

Wenn die Wirtschaft fünf Jahre wieder wachse, dann könnten Bund und Länder die Kredite wieder vollständig zurück zahlen. Voraussetzung: der Staat baut keine neuen Wachstumshemmnisse auf und startet ein ausgewogenes Konjunkturprogramm, unter anderem mit einer grünen Abwrackprämie für die Automobilwirtschaft.

Investitionen in die Digitalisierung

Allerdings gehen die Berenberg-Ökonominnen und Ökonomen davon aus, dass Corona mit dazu beiträgt, dass Unternehmen noch wesentlich mehr in die Digitalisierung investieren und dass in Zukunft wieder stärker vor Ort produziert wird. Sprich: Die Globalisierung wird ein stückweit zurück gedreht.

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