Stand: 21.09.2018 19:11 Uhr

Bürgerwehr-Idee von CDU-Mitglied stößt auf Kritik

Der Plan des Altonaer CDU-Mitglieds Christian Abel, mit einer eigenen Truppe gegen Dealer im Hamburger Schanzenpark vorzugehen, ist auf Widerstand gestoßen. Vor einer möglichen Umsetzung will auch noch einmal die Polizei mit dem Politiker sprechen. Eine deutliche Distanzierung kommt von Abels eigener Partei: Die Initiative des Rechtsanwalts sei keine Initiative der CDU, heißt es in einer gemeinsamen Presse-Erklärung von Partei und Fraktion der CDU in Altona.

30 Kampfsportler auf die Straße schicken

Abels Idee geht so: Er will rund 30 Kampfsportler auf die Straße schicken, um die Drogenszene aus dem Schanzenpark zu vertreiben. Der Park gilt als Umschlagplatz für Marihuana. Abels Plan ist es, dort freiwillige Teams patrouillieren zu lassen. Sollten diese Freiwilligen dabei Dealer antreffen, sollen sie nach dem "Jedermannsrecht" festgenommen und der Polizei übergeben werden.

Justizsenator spricht von "Schwachsinnsidee"

Dazu gebe es keinen Beschluss, stellte die CDU Altona klar. Im Übrigen sei Christian Abel kein gewählter Abgeordneter und habe keinerlei Funktion in der CDU. Auch der Justizsenator Till Steffen (Grüne) lehnte den Plan entschieden ab. Steffen sprach von einer "Schwachsinnsidee" und "Selbstjustiz". "Am Gewaltmonopol des Staates darf nicht gerüttelt werden", sagte Polizeisprecher Timo Zill zu NDR 90,3. Jetzt werde es erst einmal Gespräche der Polizei mit Christian Abel geben.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 21.09.2018 | 17:00 Uhr

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