Stand: 14.09.2017 07:38 Uhr

Blohm + Voss profitiert von Milliardenauftrag

Fünf Korvetten im Wert von rund zwei Milliarden Euro: Der Bauauftrag der Bundeswehr an ein norddeutsches Werftenkonsortium steht. Welchen Anteil die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss tatsächlich abbekommt, darüber gibt sich der neue Eigentümer Lürssen aber noch verschlossen.

Blohm + Voss kann auf großen Anteil hoffen

Nach Informationen von NDR 90,3 soll der arbeitsintensivste Bereich des gesamten Auftrags allerdings auf Hamburg entfallen. Die Schiffe werden größtenteils bei ThyssenKrupp in der Hansestadt konstruiert. Die Schiffsrümpfe wird Lürssen dann voraussichtlich auf der konzerneigenen Werft in Wolgast zusammenschweißen lassen.

Anschließend sollen die Segmente dann aber nach Hamburg geschleppt und bei Blohm + Voss zusammengefügt und ausgerüstet werden. Das sichere die Zukunft von Blohm + Voss, sagte Emanuel Glass von der IG Metall Hamburg.

Kartellamt hatte Bedenken

Die Bestellung der fünf Korvetten lag lange Zeit auf Eis, weil das Kartellamt Bedenken gegen die Vergabe hatte. Lürssen und ThyssenKrupp einigten sich deshalb darauf, die Kieler Werftengruppe German Naval Yards mit ins Boot zu holen. Die rund 90 Meter langen Korvetten gelten als besonders schnell und wendig, können aber auch lange Zeit auf See bleiben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.09.2017 | 06:00 Uhr

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