Stand: 03.04.2020 10:33 Uhr

Bergedorfer Corona-Testzentrum geht an den Start

In Hamburg-Bergedorf hat am Freitag ein neues Corona-Testzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Nach Informationen von NDR 90,3 können dort pro Tag bis zu 100 Menschen auf das neuartige Virus getestet werden. Getestet wird aber nur, wer eine Überweisung von einem der 40 teilnehmenden Bergedorfer Hausärzte hat. Die Überweisung soll man sich unbedingt telefonisch besorgen, um niemanden im Wartezimmer anzustecken. Das sagte der Hausarzt und Organisator Gregor Brinckmann,

Personen führen die Tests selbst durch

Die Tests laufen dann im sogenannten Drive-In-Verfahren ab: Menschen mit Corona-Verdacht fahren mit ihrem Auto am Testzentrum in der Straße Am Schleusengraben, in einem Bergedorfer Neubaugebiet vor.

Dort prüfen Ärzte und Helfer die Überweisung, geben ein Teströhrchen aus und erklären, wie der Abstrich durchgeführt werden muss. Den führt die jeweilige Person dann selbst durch, wirft den Test in einen Kasten ein und fährt weiter. Auf diese Art und Weise soll Schutzausrüstung eingespart werden, denn die wird vor allem bei Hausärzten immer knapper.

Corona-Testzentrum stand auf der Kippe

Die Idee zum Bergedorfer Corona-Testzentrum entstand auf Initiative von rund 70 Ärzten vor Ort. Das Testzentrum soll ein Pilotprojekt sein, wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag bei der Landespressekonferenz im Hamburger Rathaus erklärte - in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Da die KV nicht von Anfang an in die Planungen eingebunden gewesen sein soll, stand die Inbetriebnahme des Zentrums auf der Kippe. Weitere Testzentren werden laut KV im Moment nicht gebraucht, zumal die Zahl der Anrufe über den Arztruf 116117 der KV gesunken sei.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 03.04.2020 | 10:00 Uhr

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