Stand: 21.03.2019 14:05 Uhr

Behindertes Mädchen missbraucht: Geständnis

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines geistig behinderten Mädchens in Hamburg-Heimfeld hat der 79 Jahre alte Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Sein Mandant räume die Vorwürfe in vollem Umfang ein, erklärte der Verteidiger am Donnerstag vor der Strafkammer am Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Mitarbeiter eines Schülerbeförderungsunternehmens vor, die Zwölfjährige Ende November auf einem Waldparkplatz schwer sexuell missbraucht zu haben.

Spaziergänger als Zeugen

Ein 28-Jähriger, der mit seiner Freundin spazieren gehen wollte, wurde im Vorbeigehen auf das Geschehen in dem Kleinbus aufmerksam und verständigte das Busunternehmen, dessen Name und Telefonnummer auf dem Fahrzeug standen. Die Geschäftsführerin des Unternehmens alarmierte die Polizei. Beide Zeugen schilderten den Ablauf detailliert vor Gericht.

Der Verteidiger scheiterte mit einem Antrag, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen. Der 79-Jährige sitzt seit Anfang März in Untersuchungshaft. Haftgrund ist nach Angaben eines Gerichtssprechers Wiederholungsgefahr. Der Angeklagte, der in kariertem Hemd und Jeans vor Gericht deutlich jünger als 79 wirkte, ist nicht vorbestraft.

Zwei weitere Verhandlungstermine

Sein Verteidiger äußerte Zweifel an der Haftfähigkeit seines Mandanten. Er stellte auch die Rechtmäßigkeit eines DNA-Gutachtens in Frage. Über die knappe Geständniserklärung hinaus werde sein Mandant keine Angaben machen, sagte der Anwalt. Das Gericht hat zwei weitere Verhandlungstermine bis zum 4. April angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.03.2019 | 13:00 Uhr

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