Stand: 12.08.2020 17:15 Uhr

Barkasse "Heike" ist fit für die Zukunft

Hamburgs erste traditionelle Barkasse, die in einem Pilotprojekt saniert wurde, ist fertig. Hintergrund ist die Kaimauersanierung in der historischen Speicherstadt. Für eine bessere Standfestigkeit wurden diese Kaimauern überarbeitet, die Fleetsohlen müssen angehoben werden. Dadurch verringert sich bei Hochwasser die Durchfahrtshöhe unter den Brücken. Und für die Barkassen-Führer reduziert sich die Zeit, in der sie die Fleete durchfahren können. Rund 40 Barkassen werden deshalb umgebaut - mit Unterstützung der Stadt.

Hydraulisch absenkbare Führerkabine

Bei der ersten fertig sanierten Barkasse handelt es sich um "Heike" aus dem Jahr 1929. Sie wurde unter anderem mit einer hydraulisch absenkbaren Führerkabine ausgestattet, wie der Senat am Mittwoch mitteilte. Auf diese Weise könne der Kapitän beim Durchfahren einer Brücke die Kabine absenken und habe mit geöffneter Metallluke weiterhin freie Sicht. "Hamburg ist ohne die Barkassen nicht denkbar", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei der Vorstellung des Projekts in Finkenwerder. Das Projekt sei ein wichtiges Bekenntnis zu einem identitätsstiftenden Teil der Hamburger Tourismuswirtschaft.

Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro

Die Kaimauern der Speicherstadt und des Zollkanals sollen für rund 190 Millionen Euro von 2020 bis 2024 saniert werden. Die Speicherstadt wurde zwischen 1885 und 1927 auf Tausenden Holzpfählen gegründet. Die wesentlichen Bauabschnitte sollen von Mitte 2020 an in Angriff genommen werden. In einem auf zehn Jahre angelegten Förderprogramm können Barkasseneigner Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro je Schiff für Umbaumaßnahmen beantragen.

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Eine Fähre im Hamburger Hafen vor der Silhouette der Stadt. © imago images/Jürgen Ritter

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.08.2020 | 16:00 Uhr

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