Altona bekommt einen Kultur- und Energiebunker

Stand: 04.02.2021 15:25 Uhr

In Hamburg-Altona wird ein Weltkriegsbunker zum Ort der Kultur und der Energie-Erzeugung umgebaut. Die Stadt hat den Bunker an der Schomburgstraße gekauft und verpachtet ihn an eine Genossenschaft. Das Ziel: ein einmaliges Projekt.

In Altona soll aus einem Weltkriegsbunker ein Ort der Kultur und der Energie-Erzeugung werden. Das Projekt heißt "Kebap". © KEBAP e.V.
Der Bunker liegt an der Schomburgstraße.

Der Bunkerumbau könne zum Modell in ganz Hamburg werden, sagt Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Der Schutzbunker wird nicht abgerissen oder zum Wohnen umgebaut. Die eine Hälfte bekommt ein Wärmekraftwerk, in dem vermutlich mit Holz gearbeitet wird. Das Konzept wird noch zusammen mit einer Tochterfirma von Greenpeace Energy entwickelt und bekommt Fördergelder vom Bund.

Die andere Hälfte könnte einen Veranstaltungssaal, Proberäume, ein Tonstudio und eine Nachbarschaftsküche erhalten. Das Dach wird zur Grünfläche mit Gemüseanbau. Im Laufe der kommenden zwei Jahre sollen die Pläne mit breiter Bürgerbeteiligung konkretisiert werden.

"Ort der Finsternis wird Ort der Begegnung"

Mitglieder einer Genossenschaft vor einem Bunker in Altona, der zum Kultur- und Energieprojekt umgestaltet werden soll. © Bezirksamt Altona
Die Genossenschaft zählt bisher 60 Mitglieder und sucht neue Mitstreiter.

Dressel unterstützt das Projekt: "Wenn man sieht, dass es in der Lage ist, aus einem Ort der Finsternis einen Ort der Begegnung zu machen, der Energie und Kunst zusammenbringt, dann ist das eine faszinierende Perspektive."

Hamburg kaufte dem Bund den Bunker ab

"Kebap" (Kultur-Energie-Bunker-Altona-Projekt) heißt das Projekt. Heike Breitenfeld hat lange dafür gekämpft: "Zehn Jahre haben wir auf diesen Moment hingearbeitet." Möglich wird es, weil Hamburg dem Bund den Bunker abgekauft hat - nach Informationen von NDR 90,3 für 830.000 Euro. Aus dem Energieverkauf will die Genossenschaft die Erbpacht und die Kulturveranstaltungen finanzieren. Die Genossenschaft zählt bisher 60 Mitglieder und sucht neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Ab 100 Euro aufwärts kann man auch Teilhaber oder Teilhaberin des Projekts werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.02.2021 | 15:00 Uhr

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