Das Containerschiff "Elly Maersk" liegt am Hamburger Containerterminal Eurogate, dahinter die "CMA CGM Benjamin Franklin". © picture alliance / SvenSimon

Allianz-Studie: Weniger Schiffsunfälle, mehr Containerverluste

Stand: 03.08.2021 07:07 Uhr

Während die Anzahl der Totalverluste von Schiffen auf einem Rekordtief ist, steigt die Zahl der Containerverluste. Das zeigt die neue Allianz-Schifffahrtsstudie, die der Versicherungskonzern am Dienstag vorgestellt hat.

Im vorigen Jahr wurden dem Versicherer 49 Totalverluste gemeldet, zum Beispiel weil Schiffe untergegangen sind. Das ist ein neues Rekordtief. Doch auch die Zahl der gemeldeten Unfälle sank auf 2.700, ein Rückgang um 4 Prozent. Hauptursache waren Maschinenschäden.

Mehr Containerverluste

Große Sorgen macht den Versicherern allerdings die Zahl der Brände an Bord - insbesondere auf Containerschiffen. Die Feuer brechen häufig in Containern aus, deren gefährliche Ladung nicht korrekt beschrieben ist und die deshalb falsch gestaut werden.

In die Höhe geschnellt ist im vorigen Jahr die Zahl von Containern, die über Bord gegangen sind. Mit 3.000 sind es so viele, wie in den letzten sieben Jahren nicht. Häufige Ursache: extremes Wetter und falsche Befestigung.

Die meisten Unfälle in Europa

Die meisten Schiffsverluste ereigneten sich in den Regionen Südchina, Indonesien und den Philippinen. Die meisten Unfälle passierten wiederum rund um die Britischen Inseln, in der Nordsee, im Ärmelkanal und im Golf von Biskaya. Die beiden unfallträchtigsten Schiffe des vorigen Jahres waren eine griechische Inselfähre und eine RoRo-Fähre in kanadischen Gewässern. Beide meldeten jeweils sechs Vorfälle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.08.2021 | 06:00 Uhr

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