Stand: 06.02.2018 07:51 Uhr

Ärger um Winterdienst auf Radwegen

Bei Eis und Schnee sollen in Hamburg künftig auch die Radwege geräumt werden: Das hat der rot-grüne Senat versprochen, weil er möchte, dass mehr Hamburger aufs Fahrrad steigen. Doch beim Wintereinbruch vor drei Wochen waren nur die Straßen schnell geräumt und gestreut - die Radfahrstreifen daneben versanken im Matsch.

Die Fahrradwege seien erst am nächsten Tag geräumt worden, weil sie sonst wieder zugeschneit worden wären, antwortete der Senat jetzt auf eine Anfrage der Verkehrsexpertin der Linken, Heike Sudmann. "Das Ziel, Fahrradhauptstadt zu werden, gilt wohl nur für die Hauptsaison", kommentierte Sudmann.

Streumaterial zu scharfkantig für Radreifen?

Außerdem teilte der Senat mit, dass Tausalz auf Radwegen nicht verwendet werden dürfe, sondern nur abstumpfendes Streugut. In der Regel ist das Sand oder Granulat, das mit seinen scharfen Ecken häufig Radreifen aufschlitzt. "Absolut inakzeptabel", sagte Dirk Lau vom Fahrradclub ADFC. Zum einen müsse ein reifenschonenderes Mittel zum Streuen verwendet werden. Zum anderen müsse der Senat sein Versprechen einhalten, auch Radwege bei Eis und Schnee zu räumen. Kopenhagen sei da viel fortschrittlicher, erklärte Lau. Dort würden erst die Radwege und dann die Straßen gestreut.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.02.2018 | 08:00 Uhr

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