Stand: 27.12.2019 10:56 Uhr  - NDR Kultur

Europas beste Naturfotografien in Verden

Das ungewöhnliche Siegerbild "Der Geist" erschließt sich wegen der Lichtverhältnisse erst bei längerer Betrachtung.

Ein Luchs mit leuchtenden gelben Augen in einem Naturpark in Andalusien: Mit diesem beeindruckenden Motiv hat der Spanier Eduardo Blanco Mendizabal den Wettbewerb "Europäischer Naturfotograf des Jahres 2019" gewonnen. Insgesamt zeichnete die internationale Jury mehr als 80 Bilder in neun verschiedenen Kategorien aus. Bis zum 16. Februar sind die Fotos in einer Sonderausstellung im Deutschen Pferdemuseum in Verden zu sehen.

Pardelluchs in der Dämmerung

Die Aufnahme des Gewinners mit dem Titel "Der Geist" entstand in der Dämmerung bei extrem schwierigen Belichtungsverhältnissen. Sie zeigt schemenhaft eine der am stärksten bedrohten Katzenarten Europas, einen Pardelluchs. "Das Tier nahm kaum Notiz von mir und fuhr in aller Ruhe fort, sein Fell zu pflegen", berichtete Mendizabal. "Ich machte zahlreiche Bilder, doch nur auf diesem leuchten die Augen des Tieres geisterhaft auf."

Ein faszinierendes Foto findet Ina Rolfing, die Leiterin des Deutschen Pferdemuseums: "Je dichter man dem Bild kommt, desto stärker fangen die Augen des Luchses an zu leuchten und kommen einem aus dem Bild entgegen."

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Knapp 16.000 Einreichungen aus 35 Ländern

Die Ausstellung zeigt Bilder von Vögeln, Säugetieren, Pflanzen, Pilzen, Landschaften sowie Unterwasseraufnahmen. In einer eigenen Kategorie sind zudem Fotos dabei, die Jugendliche im Alter von bis zu 17 Jahren gemacht haben. Insgesamt wurden knapp 16.000 Bilder von mehr als 1.000 Profi- und Hobbyfotografen aus 35 Ländern eingereicht. Die Kieler Gesellschaft für Naturfotografie schreibt den Wettbewerb seit 2001 jährlich aus, um aufzuzeigen, wie schön und wie einmalig die Natur in Europa ist.

Eisbär als Symbol für Klimawandel

Ein Bild, das die aktuellen Diskussionen um den Klimawandel illustriert, ist die Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Eisbären auf einer Eisscholle. "Dieses ausdrucksstarke Foto bewegt mich sehr", sagte Museumsleiterin Ina Rohlfing NDR 1 Niedersachsen. "Das Meer, was dort dargestellt ist, ist in schwarz abgelichtet, so dass man den Eindruck hat, er läuft ins Nichts." Sehr ungewöhnlich ist auch das Foto eines Flamingos mit verbundenen Füßen. Zusehen sind nur der heruntergebeugte Kopf des Tieres und die in Socken gehüllten, verletzten Füße.

Jagender Puma beschert den Publikumspreis

Den "Preis des Publikums" sicherte sich der deutsche Naturfotograf Ingo Arndt. Er hat auf seinem Bild einen Puma festgehalten, der in der Wildnis Patagoniens ein ausgewachsenes Guanako-Männchen jagt. Das Motiv war gleichzeitig auch in der Kategorie "Säugetiere" erfolgreich.

Europas beste Naturfotografien in Verden

In einer Sonderausstellung präsentiert das Pferdemuseum in Verden bis zum 16. Februar noch eine Auswahl der besten Naturfotos Europas. Das Siegerbild kommt in diesem Jahr aus Spanien.

Art:
Ausstellung
Datum:
Ende:
Ort:
Deutsches Pferdemuseum
Holzmarkt 9
27283  Verden
Telefon:
(04231) 80 71 40
E-Mail:
verwaltung@dpm-verden.de
Preis:
5 Euro (bis 18 Jahre: 2 Euro)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 - 17 Uhr
(außer Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr)
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 27.12.2019 | 16:20 Uhr

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