Stand: 21.07.2017 14:41 Uhr

Hannover zeigt unveröffentlichte Waechter-Werke

Er war der Erfinder des Teufelchens, das monatlich auf dem Titel der Satire-Zeitschrift "Pardon" seinen Hut lupfte. Er war Gründungsmitglied der "Titanic" und zudem ein sehr erfolgreicher Kinderbuch- und Theater-Autor und -Regisseur: Friedrich Karl Waechter. Am 3. November 2017 wäre der 2005 gestorbene Zeichner und Karikaturist und Regisseur 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover bisher unveröffentlichte Werke.

Werke von F.K. Waechter im Busch-Museum

Der Schwerpunkt der Schau liegt auf persönlichen Skizzen und Zeichenstudien, die das Museum von Waechters Erben erhalten hat - in Form von Hunderten von Notizbüchern und Kladden, aus denen die verschiedenen Zeichenmethoden des Künstlers deutlich werden. Außerdem ist erkennbar, mit welchen Materialien er gearbeitet hat. So entsteht ein tiefer und persönlicher Einblick in die Entwicklung des 1937 in Danzig geborenen Künstlers.

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Rund 3.400 Arbeiten Waechters hatte das Wilhelm-Busch-Museum 2007 erhalten. Kernstück des Nachlasses sind im Diogenes Verlag erschienene Comics wie "Männer auf verlorenem Posten" sowie alle im Satiremagazin "Titanic" veröffentlichten Zeichnungen.

Das Wilhelm-Busch-Museum stellt nun etwa 130 Werke aus. Neben satirischen Zeichnungen und Karikaturen sind auch viele Selbstporträts F.K. Waechters zu finden.

Zweite Ausstellung mit Füssli-Werken parallel

Gleichzeitig eröffnet in dem Museum für Karikatur und Zeichenkunst die Ausstellung "Füsslis Nachtmahr. Vom Sublimen zum Lächerlichen", die sich mit der Rezeption des Gemäldes "Der Nachtmahr" von Johann Heinrich Füssli (1741-1825) auseinandersetzt. Das Werk des Schweizers, der sich den Spitznamen "The Wild Swiss" erarbeitete, sorgte bei der Präsentation in der Royal Academy für einen Skandal, wegen der Darstellung von Gewalt und Erotik.

"Der Nachtmahr" ist Füsslis bekanntestes Werk. Er selbst schuf mehrere Variationen davon, dazu wurde es mehrfach adaptiert.

Hannover zeigt unveröffentlichte Waechter-Werke

F. K. Waechter beschäftigte sich mit der Rolle des Humors in all seinen Facetten. Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigt nun unveröffentlichte Skizzen des 2005 verstorbenen Karikaturisten.

Art:
Ausstellung
Datum:
Ende:
Ort:
Museum Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten 1
30167   Hannover
Telefon:
(0511) 16 999 911
E-Mail:
mail@karikatur-museum.de
Preis:
Regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr
Hinweis:
F.K.Waechter: "Zeichenlust"
Füsslis Nachtmahr: "Vom Sublimen zum Lächerlichen"
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 22.07.2017 | 13:00 Uhr

Link

Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Homepage des Museums mit weiteren Informationen über Wilhelm Busch und aktuelle Ausstellungen. extern

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