Lashana Lynch, Viola Davis, Shelia Atim (vorne, v.l.n.r.), Sisipho Mbopa, Lone Motsomi und Chioma Umeala in einer Szene aus dem Film "The Woman King" von Gina Prince-Bythewood. © Sony Pictures Foto: Ilze Kitshoff
Lashana Lynch, Viola Davis, Shelia Atim (vorne, v.l.n.r.), Sisipho Mbopa, Lone Motsomi und Chioma Umeala in einer Szene aus dem Film "The Woman King" von Gina Prince-Bythewood. © Sony Pictures Foto: Ilze Kitshoff
Lashana Lynch, Viola Davis, Shelia Atim (vorne, v.l.n.r.), Sisipho Mbopa, Lone Motsomi und Chioma Umeala in einer Szene aus dem Film "The Woman King" von Gina Prince-Bythewood. © Sony Pictures Foto: Ilze Kitshoff
AUDIO: Filmtipps: "The Woman King" (4 Min)

"The Woman King" mit Oscarpreisträgerin Viola Davis

Stand: 04.10.2022 06:00 Uhr

Das Actiondrama erzählt die Geschichte einer Gruppe von Elite-Kriegerinnen, die für ihr westafrikanisches Königreich kämpfen, überzeugt aber nicht immer mit seinen teils platten Dialogen und extrem stereotypen Männerfiguren.

von Bettina Peulecke

Es gab sie wirklich, die "Agojie", eine Truppe von Elite-Kriegerinnen in einem afrikanischen Königreich im heutigen Benin. Das Actiondrama "The Woman King" mit Oscarpreisträgerin Viola Davis in der Hauptrolle erzählt von deren Historie und von weiblicher Selbstbestimmung.

Der Erfolg von "Black Panther" 2018 machte den Film möglich

Bevor dieser Geschichte die Ehre ihrer Verfilmung zuteil wurde, gab es allerdings einen längeren Kampf um die Finanzierung des Projektes. Diverse Studios lehnten die Idee ab. Eine hauptsächlich aus schwarzen Frauen bestehende Besetzung versprach kaum einen kommerziellen Erfolg. Doch dann kam 2018 die Marvel-Comicverfilmung "Black Panther" mit einem fast komplett schwarzen Cast in die Kinos und wurde zum Blockbuster, der Milliarden einspielte. So wendete sich das Blatt.

Das westafrikanische Königreich der Dahomey befindet sich 1823 in einem sich zuspitzenden Konflikt mit seinem Nachbarkönigreich. Nancisca, die muskelgestählte und mit eisernem Willen ausgestattete Generalin der Elitetruppe der Agojie ist nicht zimperlich, wenn es um die Ausbildung ihrer Kriegerinnen geht.

Das bekommt auch die aufmüpfige Waise Nawi zu spüren, die kompromisslos und kämpferisch ambitioniert ist, sich jedoch unangebrachterweise auch gern den Regeln widersetzt und eine empfindsame Seele hat.

Oscarpreisträgerin Viola Davis verkörpert die Generalin Nancisca

Lashana Lynch, Viola Davis, Shelia Atim (vorne, v.l.n.r.), Sisipho Mbopa, Lone Motsomi und Chioma Umeala in einer Szene aus dem Film "The Woman King" von Gina Prince-Bythewood. © Sony Pictures Foto: Ilze Kitshoff
Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Er erzählt die Geschichte von "Agojie", einer Truppe von Elite-Kriegerinnen in einem afrikanischen Königreich im heutigen Benin. Ihre Anführerin Nancisca wird von Viola Davis verkörpert.

Nawi wird lernen, dass sie als Kriegerin ihre Tränen töten muss. Sie wird sich gegen alle Widerstände in einer männerdominierten Welt durchsetzen und der Generalin stets zur Seite stehen. Nicht nur die Nachbarn, auch die Ankunft von Sklavenhändlern macht Nancisca Sorge. Und als Oberbefehlshaberin muss die toughe Frau ihren König und ihr Volk warnen.

Bei dem bevorstehenden Krieg geht es aber nicht nur um das Allgemeinwohl ihres Volkes, sondern auch um ganz persönliche Rache, denn ein Nachbarkrieger hatte Nancisca einst vergewaltigt.

Beispiel für "Black Women Empowerment"

"The Woman King" ist ein ziemlich wilder Mix aus Action mit martialischen Kampfszenen, in denen aber durchaus weniger Blut fließt als zum Beispiel in "Braveheart". Nicht immer überzeugen die teils platten Dialoge, die sich wiederholenden, durchschnittlichen Durchhalteparolen und die extrem stereotypen Männerfiguren. Die wenigen, die es gibt, haben viel Poster-Boy-Appeal und wenig hinterfragten Status. "The Woman King" schießt oftmals übers Ziel hinaus, geht aber in die richtige Richtung, als gut ausgestattete Hollywood-Geschichtsstunde und Beispiel für "Black Women Empowerment", vor allem für ein jüngeres Publikum.

The Woman King

Genre:
Action | Drama
Produktionsjahr:
2022
Produktionsland:
USA | Kanada
Zusatzinfo:
Mit Viola Davis, Thuso Mbedu, Lashana Lynch u.v.a.
Regie:
Gina Prince-Bythewood
Länge:
126 Minuten
FSK:
ab 12 Jahre
Kinostart:
6. Oktober 2022

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 04.10.2022 | 07:55 Uhr

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