Stand: 13.12.2017 14:00 Uhr

"Star Wars: Die letzten Jedi" - Rey kämpft weiter

Star Wars: Die letzten Jedi
, Regie: Rian Johnson
Vorgestellt von Katja Nicodemus

Für Fans der Sternenkrieger ist wieder soweit: Der neue "Star Wars"-Film kommt in die Kinos. Jetzt ist die achte Episode an der Reihe: "Star Wars: Die letzten Jedi". Es handelt sich um den Mittelteil der dritten "Star Wars"-Trilogie - und die nächste Trilogie ist auch schon geplant.

Eine neue Generation wächst heran

Mit "Star Wars" verhält es sich so: Entweder man reagiert mit klopfendem Herzen auf die Musik und die Figuren der Saga, in die man schon als Kind eintauchte - etwa weil man 1977 den ersten "Star Wars"-Film von George Lucas sah oder einen seiner Nachfolger. Weil man als Kind mit Lichtschwertern spielte und aus Staubsaugern Roboter baute. Oder man sieht in "Star Wars" einen Science-Fiction-Fantasy-Epos unter vielen anderen.

Für die mit den klopfenden Herzen ist es schon etwas Besonderes, wenn die junge Heldin, das Waisenmädchen Rey, zu Beginn des neuen "Star Wars"-Films zu ihrem Jedi-Meister Luke Skywalker pilgert - um Zugang zu den Kräften zu finden, die in ihr schlummern.

Rey will sich zum Jedi-Ritter ausbilden lassen

"Star Wars: Die letzten Jedi" ist die achte Episode der Saga. Wieder gibt es fantastische Planetenwelten, vielgestaltige Galaxie-Bewohner, majestätisch oder auch bedrohlich durchs All gleitende Raumschiffe. Wieder kämpft ein Grüppchen Widerständler gegen die totalitäre Erste Ordnung.

Unter anderem Rey, die von Daisy Ridley mit einer Mischung aus Widerspenstigkeit und Kühnheit gespielt wird. Sie wird Luke Skywalker in seinem Refugium auf einer einsamen Insel nerven. Er will seine Ruhe haben. Sie will sich zum Jedi-Ritter ausbilden lassen. Dann merkt man den Dialogen schon an, dass der Ursprung der "Star Wars"-Mythos in der Pop- und Hippiekultur der 70er-Jahre liegt.

Andenken an Carrie Fisher

Das Abenteuer "Die letzten Jedi" ist der letzte "Star Wars"-Film mit Carrie Fisher als Generalin Leia, Anführerin des Widerstands gegen die Erste Ordnung.
Die Schauspielerin, die 1977 als Prinzessin Leia in "Krieg der Sterne" bekannt wurde, starb im Dezember 2016 an den Folgen eines Herzinfarktes, nachdem sie den Großteil ihrer Szenen für "Die letzten Jedi" abgedreht hatte.
Der Regisseur hat ihr den Film gewidmet.

"Die letzten Jedi" ist ein Film der Frauen. Neben Daisy Ridley spielt die kurz nach den Dreharbeiten verstorbene Carrie Fisher eine tragende Rolle. Schon im ersten "Star Wars"-Film von 1977 war sie als Prinzessin Leia zu sehen - nun spielt sie wieder die Anführerin der bunt zusammen gewürfelten Widerständler- und Abenteuertruppe. Diese Schauspielerin verbreitet in jeder Szene, in der sie zu sehen ist, eine uramerikanische Herzenswärme.

Wiedersehen mit alten Bekannten

So präsent die ältere Generation in der neuen "Star Wars"-Trilogie ist, bleibt doch kein Zweifel daran, dass der Staffelstab nun langsam an die nächste Generation übergeben wird. Etwa an Kylo Ren alias Adam Driver. Als Leias dämonisch-düsterer Sohn versucht er seine junge Widersacherin Rey auf die dunkle Seite der Macht herüberzuziehen.

Das Schönste an "Star Wars" sind wie immer die Nebeneinfälle und Nebenfiguren. Kristallfüchse und meerschweinhafte lustige Winzwesen, die durchs Bild flitzen. Der Roboter C3PO und sein kleiner runder Kollege, die zusammen an Laurel und Hardy erinnern.

Auch Chewbacca ist wieder dabei - der wandelnde Flokati-Teppich an Bord des rostigen Raumfrachters Millennium-Falcon. Es braucht solche Gimmicks, Figuren, lustige Wesen und Einfälle, um das manchmal ein bisschen aufgeblasene Dialog-Geschwurbel auszuhalten.

Eine Geschichte einer Selbstfindung

Ein Problem des neuen "Star Wars"-Films ist der melodramatische Druck auf der Erzählung. Jede Szene will bedeutsam sein, immer geht es ums Ganze, alles ist ein einziger von Pauken, Geigen und Fanfaren untermalter Entscheidungskampf. Was fehlt, sind Szenen, die sich auf ihre Visualität verlassen, in denen man durchatmen kann.

Etwa ein ruhiger Schwenk über die irrwitzigen Planetenlandschaften. Oder eine Szene, in der man einmal in Ruhe das Gesicht von Rey betrachten kann, dieser jungen Frau, die das Schicksal des Universums mitbestimmt. Denn wie alle großen Epen ist auch die neue "Star Wars"-Trilogie die Geschichte einer Selbstfindung. Der Weg dieser Heldin ist nicht einfach. Auf ihrer Suche folgt man ihr gerne durch den größten Mythen-Steinbruch der Popkultur.

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Star Wars: Die letzten Jedi

Genre:
Fantasy / Science Fiction
Produktionsjahr:
2017
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Adam Driver, Carrie Fisher
Regie:
Rian Johnson
Länge:
152 Min.
FSK:
ab 12 Jahre
Kinostart:
14. Dezember 2017

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 14.12.2017 | 07:20 Uhr

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