Stand: 02.06.2016 09:45 Uhr  | Archiv

Aghet - Ein Völkermord

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Aghet" (armenisch: "die Katastrophe") von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt. "Aghet" beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermordes aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. 23 renommierte Schauspieler verleihen lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität.

Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: "Das armenische Wort 'Aghet' war bisher international unbekannt. Inzwischen steht der Terminus für eines der unvorstellbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, den Völkermord an den Armeniern. Das ist eines der außerordentlichen Verdienste dieser Dokumentation von Eric Friedler, die mit Preisen auf internationalen Festivals Anerkennung findet. Die Qualität ist herausragend, die Machart innovativ: Zu Recht wird der Film sogar in so weltbekannten Universitäten wie Harvard oder Cambridge gezeigt."

Armenier zu Zeiten der Deportationen © NDR / Lepsius-Archiv

Chronologie des Genozids

Jahrhunderte waren die Armenier, das älteste christliche Volk der Welt, im Osmanischen Reich ansässig. Doch bereits Ende des 19. Jahrhunderts starben Tausende bei Pogromen. mehr

Ecki Hoffmann bei den Dreharbeiten zu "Aghet" © NDR / Trebitsch Entertainment Foto: Stefan Höderath

Die Aufnahme der historischen Aussagen

Ein hochkarätiges Schauspielerensemble verlieh den lange verstorbenen Zeitzeugen des Genozids an den Armeniern wieder eine Stimme. Die Texte sind historischen Dokumenten entnommen. Bildergalerie

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