Jazz Special

Das Jazzhus Montmartre in Kopenhagen

Freitag, 31. Mai 2019, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Manuela Krause

Bild vergrößern
Stan Getz (eigentlich Stanley Getz) während eines Konzertes in den 80er Jahren. Er wurde am 2. Februar 1927 in Philadelphia geboren und starb am 6. Juni 1991 im kalifornischen Malibu.

Das Jazzhus Montmartre in Kopenhagen war in den 1960er Jahren bis zu seiner Schließung, bzw. seinem Umzug 1976 ein legendärer Jazzclub und wichtiges Zentrum für modernen Jazz in Europa. Stan Getz und Oscar Pettiford spielten hier als erste einer Reihe von Exil-Amerikanern, die längere Engagements im Montmartre hatten. Später kamen auch zeitgenössische Musiker aus New York ins Programm wie Dexter Gordon, Bud Powell, Roland Kirk, Coleman Hawkins, Don Cherry und Johnny Griffin. Ein angeschlossenes Studio diente für Radioübertragungen und Aufnahmen. Eine eigene Hausband gab es auch, in der im Laufe der Jahre die Mitglieder variierten: Der dänische Schlagzeuger Alex Riel und der Bassist Bo Stief gehörten dazu. Die zwei haben im Jazzhus Montmarte mit vielen namhaften Größen des Jazz gespielt und den Club in seiner aufregendsten Zeit erlebt.

Manuela Krause ist nach Kopenhagen gefahren und hat sich mit den beiden Musikern und mit Hendrik Woolsgard Iversen, einem Radiojournalist, der zahlreiche Shows live aus dem Montmarte übertragen und inzwischen ein Buch über den Club geschrieben hat, sowie ein alter Freund von Ben Webster ist, getroffen. Im Gespräch wird das alte Jazzhus noch einmal lebendig. Mit Musik unter anderem von Dexter Gordon, Niels-Henning Ørsted Pedersen, Miles Davis, Stan Getz und vielen mehr.