Stand: 14.09.2014 16:00 Uhr  - Hallo Niedersachsen

Vom BH bis zur Kalaschnikow

Schuhe mit Kameras im Absatz stehen neben einem verwanzten Radio: "All das war dazu da, Menschen zu erpressen", sagt Heinrich Peyers. Der Dachboden, auf dem Peyers in Dungelbeck in Peine unzählige Exponate der Stasi hortet, ist groß wie eine Lagerhalle. Eigentlich könnte der Boden ein eigenes Museum sein, doch bislang dient er nur als Fundus für andere Museen. Zahlreiche Stücke aus Peyers' Sammlung sind zum Beispiel in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) in der Ausstellung "Top Secret - die geheime Welt der Spionage" zu sehen.

Faszinierend und abschreckend zugleich

Peyers kennt nicht nur den Einsatzzweck aller Geräte seiner Sammlung - er weiß auch um die Geschichten, die sich darum ranken. Bald nach dem Mauerfall, als viele DDR-Bürger die Stasi-Gebäude stürmten, klaubte Peyers alles zusammen, was er bekommen konnte. Leute, mit denen er gesprochen hat, hätten das zunächst nicht verstanden. "Aber ich habe das gemacht, weil es ein Stück deutscher Geschichte ist", sagt Peyers. Es sind die Akribie und der technische Erfindungsreichtum der Stasi, die Peyers gleichermaßen in den Bann ziehen und auch abschrecken. Die Exponate sind für ihn "Zeugen eines perfiden Systems der Überwachung".

Ausgestellte Gegenstände wie Brille, Dokumente und Kamera im Stasi-Archiv Dresden © picture-alliance/dpa/ZB Foto: Thomas Lehmann

Wie arbeitete die Stasi?

NDR Info -

Das Ministerium für Staatssicherheit war ein gigantischer Apparat mit 182.000 inoffiziellen Mitarbeitern, die ihre nächste Umgebung "zum Schutz der DDR" bespitzelten.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 14.09.2014 | 19:30 Uhr

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