Stand: 17.06.2018 18:54 Uhr

Enttäuschte Fans nach deutschem WM-Auftakt

Zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der FIFA Fußball-WM hat es am Sonntag auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg-St. Pauli traurige Gesichter gegeben. Tausende Fans beobachteten dort vor der Public-Viewing-Bühne die 0:1-Niederlage Deutschlands gegen Mexiko. Der große Besucheransturm auf den "Fan Park Hamburg" blieb dabei aus. Lediglich 20.000 Fans kamen laut den Veranstaltern auf das Areal, das bis zu 40.000 Platz bietet, um die deutschen Spiele auf einer 126 Quadratmeter großen LED-Leinwand zu verfolgen.

Tschentscher eröffnet das Fan-Fest

"So eine Stimmung baut sich ja im Laufe der Turniers erst auf", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), selbst bekennender Fußball-Enthusiast, eine halbe Stunde vor dem Anpfiff. "Ich tippe auf ein Endergebnis von 3:1 für Deutschland", rief er den Fans zu, die das mit wohlwollendem Applaus begrüßten. Viele Zuschauer sangen zu Beginn des Spiels die Nationalhymne mit, die meisten Fans trugen ein Trikot, waren geschminkt oder mit den Deutschland-Farben geschmückt. Selbst das frühe Gegentor versetzte der Feierlaune nur einen kurzzeitigen Dämpfer. In der Halbzeitpause trat beim Bühnenprogramm unter anderen das Latino-Pop-Trio Hot Banditoz auf.

Das Areal öffnet am Wochenende jeweils drei Stunden, unter der Woche zwei Stunden vor Spielbeginn. In der nächsten Partie trifft Deutschland am Sonnabend um 20 Uhr auf Schweden.

Um lange Wartezeiten an den beiden Eingängen zu vermeiden, empfehlen die Veranstalter, genügend Zeit für den Zutritt zum Gelände einzuplanen. Zuschauer über 16 Jahren zahlen in diesem Jahr eine Sicherheitsgebühr von zwei Euro, weil laut Veranstalter ein Hauptsponsor fehle. "Ich hoffe darauf, dass Deutschland weit kommt", sagte Veranstalter Uwe Bergmann. Wenn das DFB-Team in Russland ausscheide, sei auch das Fan-Fest auf dem Heiligengeistfeld beendet.

"Wir sind unfassbar erleichtert"

Zwischenzeitlich drohte das Fan-Fest ins Wasser zu fallen, weil die Veranstalter zunächst nicht genügend Sanitäter gefunden hatten. Nur wenige Tage vor dem geplanten Start sei es dann jedoch gelungen, einen Rettungsdienst zu finden, der genügend Rettungskräfte für die Großveranstaltung zur Verfügung stellen konnte. "Wir sind unfassbar erleichtert, dass wir alle Hindernisse rechtzeitig aus dem Weg räumen konnten", sagte Bergmann.

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