Bremens Maximilian Eggestein ist frustriert. © WITTERS Foto: ValeriaWitters

Werder Bremen: Auch Maximilian Eggestein ist weg

Stand: 18.08.2021 17:59 Uhr

Die Mannschaft von Bundesliga-Absteiger Werder Bremen zerfällt weiter in ihre Einzelteile. Maximilian Eggestein wechselt zum SC Freiburg, wo er die Nachfolge von Baptiste Santamaria antritt. Der Franzose ist zu Stade Rennes gegangen.

Eggestein hatte schon in der Saisonvorbereitung keinen Hehl daraus gemacht, dass er seine Zukunft nicht in der Zweiten Liga sieht und Bremen nach zehn Jahren verlassen will. Zudem galt der 24-Jährige bei den Grün-Weißen als einer der Topverdiener. Einerseits entlastet der Transfer also den Etat und bringt Werder eine Ablösesumme. Andererseits sind die sportlichen Auswirkungen dramatisch, weil ein weiterer Stammspieler von Bord gegangen ist. Wie ernst die Lage ist, haben jüngst das Pokal-Aus in Osnabrück und das Heimdebakel gegen Paderborn gezeigt.

Ruf nach Verstärkungen wird lauter

Werder und der SC bestätigten am Mittwoch den Wechsel, ohne auf die Modalitäten oder die Vertragsdauer einzugehen: "Der Abschied aus Bremen fällt mir nicht leicht. Ich war zehn Jahre lang ein Teil dieses Vereins und blicke trotz der letzten zwei Jahre auf viele schöne Momente zurück. Ich habe Werder viel zu verdanken," erklärte Eggestein, der insgesamt 156 Bundesliga- und zuletzt drei Zweitligaspiele für die Norddeutschen bestritt. 

Mit dem Geld, das der Transfer in die Kasse bringt, wächst der Druck auf Sport-Geschäftsführer Frank Baumann, endlich die in Aussicht gestellten Verstärkungen zu präsentieren. Über die dringende Notwendigkeit, dem in ungewohntem Zweitliga-Fahrwasser schlingerndem Schiff wieder mehr Stabilität zu verleihen, hatte Werder-Trainer Markus Anfang gerade erst im Sportclub gesprochen.

Weitere Informationen
Werder Bremens Trainer Markus Anfang steht an der Seitenlinie und fasst sich enttäuscht mit der Hand auf den Kopf. © dpa-Bildfunk

Anfang: "Von Aufstieg kann Werder noch lange nicht reden"

Wiederaufbau statt Wiederaufstieg steht für den Trainer von Werder Bremen an erster Stelle. Aber wo bleiben die Verstärkungen? mehr

Laut der französischen Sportzeitung "L'Équipe" soll Stade Rennes für Santamaria 14 Millionen Euro nach Freiburg überwiesen haben. Wie viel davon nun Richtung Bremen weiterfließt, ist nicht bekannt. Eggestein agiert wie Santamaria am liebsten auf der Achter-Position, könnte den Franzosen also eins zu eins ersetzen.

Auch Eggestein-Bruder Johannes ist schon weg

Maximilian Eggestein wurde zwar in Hannover geboren und beim TSV Havelse ausgebildet, gilt aber dennoch als Werder-Urgestein, weil er bereits als 14-Jähriger an die Weser wechselte und dort zum Nationalspieler reifte (zwei Berufungen, kein Einsatz). Zwei Jahre später folgte ihm sein jüngerer Bruder Johannes. Auch ihn hat Werder im Zuge des großen Umbruchs abgegeben. Der Stürmer steht jetzt bei Royal Antwerpen in Belgien unter Vertrag. Außerdem haben Werder in den vergangenen Wochen Milot Rashica, Josh Sargent, Yuya Osako, Stefanos Kapino und Ludwig Augustinsson verlassen. In Johan Mina wurde am Dienstag ein junger Offensivspieler zum portugiesischen Erstligisten Estoril Praia verliehen, der sich offenbar nicht durchsetzen konnte.

Weitere Informationen
Marvin Ducksch © IMAGO / Nordphoto

Zu- und Abgänge der Zweitliga-Nordclubs

Alle Zu- und Abgänge der sechs norddeutschen Fußball-Zweitligisten Werder Bremen, Holstein Kiel, HSV, FC St. Pauli, Hannover 96, Hansa Rostock in der Saison 2021/2022. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 18.08.2021 | 18:25 Uhr

Mehr Fußball-Meldungen

Wolfsburgs Maximilian Arnold in Aktion © IMAGO / Hartenfelser

1:3 bei der TSG Hoffenheim: VfL Wolfsburg verliert erstmals

Am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga hat es die Niedersachsen erwischt, in Sinsheim gaben sie eine Führung aus der Hand. mehr