Stand: 24.05.2018 20:57 Uhr

Weiche Flensburg träumt weiter von Liga drei

von Florian Neuhauss, NDR.de
Bild vergrößern
Finn Wirlmann (l.) von Weiche Flensburg im Zweikampf mit dem Cottbuser Fabio Viteritti.

Der SC Weiche Flensburg hat das Hinspiel um den Drittliga-Aufstieg gegen Energie Cottbus verloren. Der Meister der Regionalliga Nord unterlag am Donnerstagabend in Kiel dem Titelträger aus dem Nordosten mit 2:3 (0:3). Da am Sonntag (14 Uhr) das Spiel in der Lausitz folgt, sieht es nicht gut aus für die Schleswig-Holsteiner. Doch die hoffen noch. "Wie die Chancen stehen, wird man sehen", meinte Trainer Daniel Jurgeleit, der sich über eine "ganz schön verpatzte" erste Hälfte ärgerte, aber auch meinte: "Mit ein bisschen Glück hätten wir noch das 3:3 machen können." Kapitän Christian Jürgensen sagte: "Die zweite Halbzeit macht uns Mut. Wenn wir so auftreten, bin ich guter Dinge für das Rückspiel."

Die Art und Weise, wie sich die Schleswig-Holsteiner nach dem 0:3-Rückstand zurückmeldeten, beeindruckte. Zumal schon das Hinspiel praktisch ein Auswärtsspiel war: Die Flensburger mussten wegen ihres kleinen Stadions im Holstein-Stadion antreten, in dem rund 4.000 mitgereiste Cottbuser Anhänger für klare Verhältnisse auf den Tribünen sorgten.

Rabenschwarzer Tag für Safo-Mensah

1.Spieltag, 24.05.2018 19:00 Uhr

Weiche Fl. 08

2

En. Cottbus

3

Tore:

  • 0:1 Mamba (16.)
  • 0:2 Max. Zimmer (29.)
  • 0:3 Max. Zimmer (38.)
  • 1:3 Jürgensen (68.)
  • 2:3 Guder (89.)

Weiche Fl. 08: Kirschke - Thomsen, Jürgensen, Safo-Mensah (43. Wirlmann) - Kleihs, Hasanbegovic - Ostermann, D. Hartmann, Walter - Empen, Guder
En. Cottbus: A. Spahic - Starzew, Stein, Matuwila, Schlüter - T. Kruse - K. Weidlich (72. Scheidhauer), de Freitas, Max. Zimmer (75. Gehrmann), Viteritti - Mamba (78. Siebeck)
Zuschauer: 5972

Weitere Daten zum Spiel

Weiche Flensburg ging die Partie offensiv an und spielte gegen den großen Favoriten mutig nach vorne. Chancen sprangen dabei allerdings nicht heraus. Und nach einer guten Viertelstunde ging es das erste Mal zu schnell für die Gastgeber. Nach einem Ballverlust des Gegners schaltete Cottbus schnell um, Kevin Weidlich flankte von rechts aus vollem Lauf. Streli Mamba vollstreckte in der Mitte per Volley-Abnahme.

Und dann wurde es schnell bitter - schon zur Pause war die Partie eigentlich gelaufen. In der 29. Minute war es wieder Weidlich, der über rechts zum Flanken kam. Flensburgs Benjamin Safo-Mensah versuchte zu klären, leitete den Ball aber direkt zu Mamba weiter, der Maximilian Zimmer bediente. Der Mittelfeldmann war frei durch und erhöhte auf 2:0. Neun Minuten später machte Safo-Mensah erneut eine schlechte Figur, nach seinem Handspiel bekam Energie einen Freistoß. Zimmer trat an und vollstreckte wuchtig. Kurz nach dem 0:3 erlöste Jurgeleit Flensburgs Unglücksraben mit der Auswechslung.

Jürgensen und Guder sorgen für Hoffnung

In der Pause schöpften die Schleswig-Holsteiner jedoch neuen Mut - und kamen schnell zu ihrer bis dato besten Gelegenheit. Stürmer Nico Empen fasste sich ein Herz und zog ab. Cottbus-Keeper Avdo Spahic brachte noch eine Hand an den Ball und lenkte ihn an die Latte (47.). René Guder schoss zehn Minuten später über das Tor. Auch wenn die Lausitzer über Konter vereinzelt für Gefahr sorgten, blieb Weiche spielbestimmend und belohnte sich in der 68. Minute. Diesmal patzte die Cottbuser Hintermannschaft, Jürgensen traf zum 1:3. Und Flensburg kämpfte bis zum Schluss weiter. In der 89. Minute war es dann so weit. Am Fünfmeterraum landete der Ball vor den Füßen von Guder, der mit dem 2:3 zumindest noch Optimisten von der Dritten Liga träumen lässt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.05.2018 | 22:40 Uhr

Mehr Sport

02:24
Hamburg Journal

Fans strömen zum ersten HSV-Training

23.06.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
05:47
Hallo Niedersachsen

Was hat sich seit Enkes Tod im Fußball geändert?

23.06.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
05:31
NDR//Aktuell

FIFA WM: Brasilien schlägt Costa Rica

22.06.2018 16:00 Uhr
NDR//Aktuell