Stand: 04.07.2020 06:46 Uhr

Rostock in Chemnitz: Duell mit Drama-Garantie

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Lukas Scherff (r.) muss mit Hansa in Chemnitz siegen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen.

Chemnitz. Gellertstraße 25. Wieder einmal. Bereits in den Drittliga-Serien 2016/2017 und 2017/2018 trat der FC Hansa Rostock am letzten Spieltag bei den dort beheimateten Sachsen an. Während die Partien seinerzeit sportlich jeweils keine Relevanz mehr hatten, steht für beide Teams heute (14 Uhr, im Live-Ticker bei NDR.de) beim erneuten Aufeinandertreffen im Saisonfinale jede Menge auf dem Spiel. Der CFC muss siegen und auf eine Niederlage des FSV Zwickau bei Waldhof Mannheim hoffen, um noch den Klassenerhalt zu schaffen. Die Gäste sind im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz ebenfalls auf Schützenhilfe angewiesen.

Nur wenn der FC Ingolstadt (60 Zähler) bei 1860 München und der punktgleiche MSV Duisburg (bessere Tordifferenz als Hansa) gegen Unterhaching nicht gewinnen, würde ein eigener Erfolg bei den "Himmelblauen" noch zum Sprung auf Platz vier führen, der zur Relegation gegen den Zweitliga-16. 1. FC Nürnberg berechtigt, da Spitzenreiter FC Bayern München II nicht aufsteigen darf.

Härtel: "Schauen, was noch geht"

"Wir wollen einfach gewinnen, ob schön oder nicht so schön, ist uns relativ egal. Wir wollen die drei Punkte holen und dann sehen wir, wo wir stehen", sagte Stürmer Daniel Hanslik, der die Rostocker Aufstiegshoffnungen mit seinem Tor zum 1:0-Sieg am vergangenen Mittwoch gegen den KFC Uerdingen am Leben hielt. Dass die in den vergangenen Jahren wahrlich nicht von Erfolg verwöhnten Hanseaten in dieser Serie überhaupt noch am letzten Spieltag die Chance auf die Relegation haben, sieht der 23-Jährige als etwas "Besonderes" und "Verdienst der ganzen Mannschaft" an. Fraglos kann der frühere Bundesligist schon jetzt auf eine gute Saison zurückblicken. Aber ebenso unstrittig ist, dass Hansa mit ein wenig mehr Kontinuität in seinen Leistungen schon eine riesige Aufstiegssause hinter sich haben könnte.

"Wir hätten den einen oder anderen Punkt in den letzten vier Spielen mehr holen müssen, dann wäre vielleicht auch mehr drin gewesen. Jetzt gilt es, zu akzeptieren wie es ist, und zu schauen, was noch am letzten Spieltag geht", erklärte Coach Jens Härtel.

Bülow und Sonnenberg wieder einsatzberechtigt

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Der 51-Jährige hatte gegen Uerdingen mit den Startelf-Nominierungen des 20-jährigen Oliver Daedlow (Drittliga-Debüt), Nico Rieble und Adam Straith überrascht, die zuvor keine oder kaum eine Rolle gespielt hatten. "Es freut mich für die Jungs, dass sie für ihre fleißige Arbeit belohnt wurden", sagte der Trainer. Allerdings waren die insgesamt sechs Veränderungen in der Anfangsformation im Vergleich zur vorausgegangenen Partie in Würzburg (1:3) nicht nur aus sportlichen Gründen geschehen. Es habe da "ein paar Sachen" gegeben, verriet Härtel: "Wenn du zu spät kommst, kannst du nicht spielen. Namen nenne ich nicht, aber da muss man halt konsequent sein", führte der Fußballlehrer aus. Klar ist, dass Sven Sonnenberg und Kai Bülow nicht zu den "Sündern" gehörten. Die Defensivspezialisten waren gegen die Krefelder gelbgesperrt und dürften gegen Chemnitz wieder in die erste Elf rücken.

Für Bülow, der schon vor Wochen angekündigt hatte, seine Fußballschuhe nach dieser Serie an den Nagel zu hängen, wird es das letzte Spiel in seiner Profikarriere sein. Es sei denn, Hansas Ausflug an die Gellertstraße 25 endet mit einem Happy End.

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Nordmagazin | 04.07.2020 | 19:30 Uhr