Hansa Rostocks Nico Neidhart (l.) im Duell mit Kaiserslauterns Marlon Ritter © imago images / Eibner

Hansa Rostock: "Frust in Energie umwandeln"

Stand: 06.03.2021 09:55 Uhr

Die unerwartete Niederlage in Lübeck will Hansa Rostock schnell abhaken und heute im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zurück in die Erfolgsspur finden.

Markus Kolke stand der Schmerz ins Gesicht geschrieben. Das war nicht der Fingerverletzung geschuldet, die dem Hansa-Keeper im Nordduell beim VfB Lübeck zu schaffen machte. Dem Kapitän taten vielmehr die 0:1-Pleite - die erste nach zuvor acht Spielen ohne Niederlage - und besonders die Art und Weise des Zustandekommens weh.

"Wir wollten oben dran bleiben. Wir wollten gewinnen. Und dann verlierst du beim Tabellenschlusslicht. Das hat sich jeder anders vorgestellt. Das ist sehr bitter", schimpfte Kolke nach der unerwarteten und unnötigen Pleite. Gegen Kaiserslautern will der 30-Jährige trotz der Blessur wieder mitmischen: "Es gibt Schlimmeres. Es muss schon mehr passieren, dass ich nicht im Tor stehen kann." Der NDR überträgt die Drittliga-Partie ab 14 Uhr live im TV und im Livecenter bei NDR.de.

"Zweite Reihe" nutzt die Chancen nicht

Auf den Kapitän ist also Verlass. Mit der Leistung einiger anderer Spieler dürfte Trainer Jens Härtel hingegen nicht zufrieden gewesen sein. Seine Mannschaft, die er auf fünf Positionen umgestellt hatte, brachte nicht einmal ansatzweise das auf den Platz, was sie seit Jahresbeginn ausgezeichnet hatte.

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Diejenigen, die eine Chance bekamen, nutzten sie nicht. Vor allem der Angriff blieb schwach. So mussten Korbinian Vollmann und Manuel Farrona Pulido nach einer Stunde John Verhoek und Pascal Breier weichen. Inklusive Lion Lauberbach hatten die Mecklenburger damit drei gelernte Mittelstürmer auf dem Platz. Genutzt hat es nichts.

Härtel: "Nicht die Nerven verlieren"

"Wir sind tieftraurig und enttäuscht. Es war deutlich mehr drin", haderte Härtel: "Wir dürfen deswegen jetzt auch nicht die Nerven verlieren. So ein Spiel hast du immer mal drin, das gilt es, schnell abzuhaken", erklärte der Hansa-Trainer. Nun gelte es, "den Frust in Energie umzuwandeln, damit wir eine Mannschaft auf den Platz bringen, die in der Lage ist, eine neue Serie zu starten".

Verteidiger Julian Riedel ist trotz der kräftezehrenden englischen Wochen zuversichtlich, dass dies klappt: "Die Niederlage ist bitter, weil es sich mit einem Sieg einfacher regenerieren lässt. Aber wir haben die Spiele davor auch nicht geschenkt bekommen und werden zurück in die Spur finden."

Scherff gesperrt - Verhoek zurück in Startelf

Gegen Kaiserslautern will Härtel seinen mit acht Treffern besten Torschützen zurück in die Startelf beordern. "Verhoek wird spielen. Wie wir die Außenpositionen besetzen, müssen wir mal schauen", sagte Härtel. Innenverteidiger Sven Sonnenberg, der gegen Lübeck einer ersten Diagnose zufolge eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hatte, ist fraglich. Linksverteidiger Lukas Scherff wird den Hanseaten nach der fünften Gelben Karte jedoch definitiv fehlen. Für ihn könnte Tobias Schwede, der in der Winterpause vom Ligarivalen SV Wehen Wiesbaden an die Küste gewechselt ist, in die Startelf rücken.

Mögliche Aufstellungen:

Hansa Rostock: Kolke - Neidhart, Riedel, Löhmannsröben, Schwede - Bahn, Rhein - Omladic, Herzog, Türpitz - Verhoek
Kaiserslautern: Spahic - Zimmer, Rieder, Winkler, Zuck - Ciftci - Redondo, Ouahim, Ritter, Kleinsorge - Huth

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Tabelle der 3. Fußball-Bundesliga © Panthermedia, NDR.de/Screenshot Foto: Alexander Ricci

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.03.2021 | 14:00 Uhr

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