Stand: 30.09.2018 17:39 Uhr

Hannover nach erneuter Pleite Tabellenletzter

von Hanno Bode, NDR.de
Hannovers Torwart Michael Esser (r.) musste in Frankfurt viermal hinter sich greifen.

Es sind erst sechs Spieltage in der Fußball-Bundesliga absolviert. Doch eine Tendenz ist bei Hannover 96 für die verbleibende Spielzeit bereits jetzt absehbar. Und sie ist nicht sonderlich positiv. Nach der 1:4 (0:2)-Pleite bei Eintracht Frankfurt rutschten die noch immer sieglosen Niedersachsen auf den letzten Tabellenplatz ab. Es war die vierte Niederlage in Serie für das Team von Trainer André Breitenreiter. Und der Auftritt der "Roten" machte wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung der bedrohlichen sportlichen Situation. "Wir haben heute hier zurecht verloren. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, in jeder Situation einen Schritt zu wenig gemacht", sagte 96-Kapitän Waldemar Anton im Gespräch mit dem NDR Hörfunk.

96 kassiert einfache Gegentore

6.Spieltag, 30.09.2018 15:30 Uhr

E. Frankfurt

4

Hannover 96

1

Tore:

  • 1:0 N'Dicka (36.)
  • 2:0 Rebic (45. +1)
  • 3:0 de Guzmán (59.)
  • 3:1 Muslija (86.)
  • 4:1 Jovic (89.)

E. Frankfurt: Trapp - M. Russ, Hasebe, N'Dicka - da Costa, Torró, de Guzmán, Kostic (78. Willems) - Souza - Haller (60. Jovic), Rebic (82. Gacinovic)
Hannover 96: M. Esser - Sorg, Anton, Felipe, Albornoz - Schwegler, Walace (46. Wood) - Bebou, Fossum, J. Korb (69. Muslija) - Füllkrug (46. Weydandt)
Zuschauer: 46300

Weitere Daten zum Spiel

Hannover agierte in den ersten 45 Minuten unter dem Motto "Safety first". Mit einer Fünfer-Abwehrkette wurde versucht, die Räume für Frankfurts flinke Offensivmänner eng zu machen. Dies gelang zumeist auch ganz ordentlich. Die Hausherren waren zwar überlegen, taten sich jedoch schwer, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Zwei schwache Zwikämpfe brachten 96 dann aber auf die Verliererstraße. Zunächst verlor Anton ein Kopfball-Duell mit Sébastien Haller, dessen Vorlage Obite N'Dicka aus wenigen Metern zum 1:0 verwertete (36.). Kurz vor der Halbzeit drehte sich Vize-Weltmeister Ante Rebic dann in Oliver Sorg, der zu Boden ging. Der Frankfurter hatte freie Bahn und ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen (45.+1). Die Gäste protestierten gegen den Treffer. Sie hatten ein Foul des Kroaten an Sorg gesehen. Doch bei Referee Robert Hartmann fanden sie kein Gehör mit ihrem Anliegen.

"Joker" Muslija sorgt für Ehrentreffer

Breitenreiter wechselte in Bobby Wood und Hendrik Weydandt zur zweiten Hälfte zwei frische Offensivkräfte ein. Mit ihnen kam zunächst auch ein wenig mehr Schwung in Hannovers Spiel. An Durchschlagskraft in vorderster Front gewann 96 aber nicht. Und hinten ließen sich die Niedersachsen weiter viel zu leicht übertölpeln. Dem dritten Gegentreffer ging erneut ein verlorenes Kopfballduell voraus. Der Ball landete bei Rebic, der Anton aussteigen ließ und zum am langen Pfosten stehenden Jonathan de Guzman passte. Der 31-Jährige schob die Kugel ins verwaiste Gehäuse (59.). Damit war die Entscheidung zu Ungunsten der über weite Strecken der Begegnung erschreckend schwachen Hannoveraner gefallen. Einziger kleiner Lichtblick an diesem für sie trostlosen Nachmittag war der Ehrentreffer durch "Joker" Florent Muslija, der eine Wood-Hereingabe verwertete (86.). Die Freude darüber währte jedoch nur kurz: Drei Minuten später sorgte Luka Jovic mit einem Lupfer über Keeper Michael Esser für den Endstand.

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