Stand: 15.04.2019 08:10 Uhr

HSV ohne Lasogga zum Zweitliga-Gipfel nach Köln

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Pierre-Michel Lasogga (M.), in der Hinrunde Siegtorschütze gegen Köln, fehlt den Hamburgern heute.

Es ist das Duell Erster gegen Zweiter und damit der Top-Favoriten auf den Aufstieg: Die Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV elektrisiert die zweite Fußball-Bundesliga. 102 Jahre Bundesliga-Erfahrung treffen heute Abend (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) aufeinander, neun deutsche Meisterschaften und sieben DFB-Pokalsiege. Jede Menge Tradition also im 50.000 Zuschauer fassenden Stadion der Kölner, das für den Gipfel zu klein ist. "Wir hätten 150.000 Karten verkaufen können", berichtet FC-Torhüter Timo Horn.

Hamburger stehen unter Druck

Sieben Punkte liegt der Tabellenzweite aus Hamburg hinter den gastgebenden Rheinländern zurück, nur zwei Zähler Vorsprung hat die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf auf Relegationsrang drei. Sollte den Hanseaten ein Auswärtssieg gelingen, wäre das sechs Runden vor Saisonende im "Schneckenrennen" um den Aufstieg ein echter Meilenstein. Allerdings stehen die Hamburger mächtig unter Druck. Angesichts der mäßigen Rückrunden-Bilanz mit mehr Niederlagen als Siegen laufen die Hanseaten Gefahr, die sofortige Rückkehr in die Bundesliga zu verspielen. Was in ihrem Fall dramatische finanzielle Folgen hätte.

Zweitliga-Gipfeltreffen: Köln und HSV im Teamvergleich

Fiete Arp nicht im Kader

Zu allem Unglück müssen die Hamburger auch noch ohne ihren Torjäger Pierre-Michel Lasogga auskommen. Der 27-Jährige, in der Hinrunde Siegtorschütze gegen Köln, fällt wegen einer Muskelverhärtung aus. "Es ist einfach so, dass er nicht bei 100 Prozent ist - und dann macht es keinen Sinn", sagte Wolf. Damit fehlt der mit lediglich 39 Saisontreffern ohnehin überschaubar erfolgreichen Offensive der Norddeutschen der effektivste Mann.

Wer ihn ersetzen wird, ist ungewiss. Hee-Chan Hwang ist nach einer Verletzung noch nicht fit, Fiete Arp keine Alternative. Der Youngster zählt nicht zum Kader und kam am Sonntag im Regionalliga-Team der Hamburger zum Einsatz. "Man kann auch mit falscher Neun spielen. Wir basteln an Lösungen", sagte Wolf, der auch auf den gesperrten Lewis Holtby (fünfte Gelbe Karte) verzichten muss. Der HSV-Coach gab sich vor dem Top-Spiel dennoch zuversichtlich: "Bis jetzt haben wir in solchen Spielen gute Leistungen gezeigt. Aber es wird Phasen geben, wo wir leiden müssen."

HSV-Coach Wolf wird heute 38

Dass er heute seinen 38. Geburtstag feiert, spielt für Wolf kaum eine Rolle: "Ich werde nicht so dran denken. Es geht extrem um den HSV." Wie auch nicht: Im nächsten Auswärtsspiel wartet der Tabellendritte Union Berlin, und im Falle von zwei Niederlagen würde der HSV aus den direkten Aufstiegsplätzen rutschen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 15.04.2019 | 20:00 Uhr