St. Paulis Trainer Timo Schultz © IMAGO / foto2press Foto:

FC St. Pauli: Schultz will weniger Spektakel

Stand: 05.02.2021 10:40 Uhr

Die Formkurve des FC St. Pauli zeigt deutlich nach oben. Zehn Punkte holten die Kiezkicker in den jüngsten fünf Zweitliga-Spielen. Im Kellerduell gegen den SV Sandhausen sollen die nächsten Zähler folgen. Trainer Timo Schultz sieht aber noch Verbesserungspotenzial.

Zwar punkteten im selben Zeitraum nur drei Teams besser und erzielten nur zwei Mannschaften (HSV und Hannover 96) mehr Tore - aber die Hamburger kassieren einfach zu viele Gegentreffer. 36 sind es schon in dieser Saison, nur das Trio auf den Abstiegsrängen hat mehr. Zu Null haben die Braun-Weißen bislang nur ein einziges Mal gespielt (beim 2:0 gegen Regensburg). "Von der Mentalität her haben wir nach dem Winter einen Schritt gemacht, der liest sich aber noch nicht in der Anzahl der Gegentore", räumte der St.-Pauli-Trainer vor dem heutigen Duell mit dem Tabellennachbarn Sandhausen (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) ein.

Schultz: "Wir müssen mehr defensiv denken"

Eine "stabile Achse in der Defensive" sei im Abstiegskampf aber "extrem wichtig", erklärte der Coach und forderte: "Wir müssen vom Mittelstürmer bis zum Innenverteidiger verinnerlichen, noch mehr defensiv zu denken und die Antennen auszufahren." Damit das klappt, "gibt es jede Woche mehrere Videoanalysen". Solange die Offensive sich aber treffsicher zeige, könne er mit Ergebnissen wie dem 4:3 in Heidenheim leben, sagte Schultz: "Am Ende ist entscheidend, dass man ein Tor mehr schießt als der Gegner."

Dabei können die Braun-Weißen nicht nur auf Sturm-Routinier Guido Burgstaller setzen, der sich mit vier Treffern und drei Vorlagen in vier Spielen in Top-Form befindet. St. Paulis Gefährlichkeit macht auch die Tatsache aus, dass sich schon zwölf verschiedene Profis in die Torschützenliste eingetragen haben - kein Zweitligist hat eine breiter gefächerte Torjägerfraktion (nur der HSV kommt ebenfalls auf zwölf).

Offensive Grundhaltung soll bleiben

Das Positive bei seiner Mannschaft sei die Mentalität, "immer nach vorne etwas entwickeln zu wollen", sagte Schultz. Weshalb er auch an der offensiven Ausrichtung festhalten will: "Wir sind eine Mannschaft, die aktiv nach vorne spielen muss." Eine Toreflut gegen Sandhausen erwartet der Trainer allerdings nicht: "Das ist eine gewachsene Zweitliga-Mannschaft, die von ihrer defensiven Kompaktheit lebt und bei Standards sehr gefährlich ist. Wir werden vermutlich nicht so viele Chancen bekommen." Wenn die Defensive der Kiezkicker diesmal sicher steht, würde schon ein einziges Tor zum Sieg reichen - damit könnte Schultz sicherlich auch leben...

Mögliche Aufstellungen:

St. Pauli: Stojanovic - Ohlsson, Ziereis, Lawrence, Paqarada - Benatelli - Becker, Zalazar - Kyereh - Marmoush, Burgstaller
Sandhausen: Kapino - Diekmeier, Röseler, Kister, Zhirov - Rossipal - Linsmayer, Bachmann - Esswein - Keita-Ruel, Behrens

Weitere Informationen
Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Pressmaster

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 03.02.2021 | 19:30 Uhr

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