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Eintracht-Legende Kumbela kickt jetzt in der Kreisliga

Stand: 11.01.2021 10:53 Uhr

Domi Kumbela will es noch einmal wissen. Der langjährige Angreifer von Eintracht Braunschweig wird nach dem Ende der Corona-bedingten Fußball-Pause wieder seine "Buffer" schnüren. Die Bühne für ihn ist allerdings etwas kleiner als früher.

Fusseberg Kickers Helpenstein, SuS Gohr oder Rasensport Horrem werden die Gegner heißen, auf die der frühere "Löwen"-Torjäger in Zukunft treffen wird. Kumbela feiert mit 36 Jahren doch noch einmal ein Comeback, nachdem er vor einigen Monaten im Interview mit "Liga3-online.de" noch gesagt hatte: "Meine Spieler-Laufbahn ist vorbei, es gibt kein Zurück. Irgendwann muss man den Schlussstrich ziehen, obwohl es einem schwerfällt."

Der neue Club des gebürtigen Kongolesen heißt SSV Delrath, ist in der Stadt Dormagen beheimatet und kämpft in der Kreisliga B, Gruppe 2, um Punkte.

Kumbela spielt nun mit seinen Cousins zusammen

Seinen Lebensunterhalt wird Kumbela mit seinem Engagement beim Zehntligisten (!) natürlich nicht bestreiten können. Muss der Ex-Profi, der für die Eintracht 232 Pflichtspiele bestritt, aber auch nicht. Der einstige Braunschweiger Fanliebling hat sich längst mit einer eigenen Spieleragentur ein berufliches Standbein geschaffen. Für Delrath, derzeit Tabellenzweiter, wird der Torjäger nur just for Fun auflaufen. Ausschlaggebend für seine Entscheidung, doch noch einmal ein Comeback zu feiern, war auch, dass der Club seine Cousins Sa und Salva Franciamore ebenfalls verpflichtete.

"Wir konnten alle drei Spieler von unserem Konzept überzeugen und sind froh darüber, dass wir diesen Weg in Zukunft gemeinsam gehen. Wir freuen uns darauf, dass sie ihre Erfahrungen an die jüngeren Spieler weitergeben können", erklärte der Sportliche Leiter des SSV, Frank Ingermann.

Abschied aus Braunschweig nach Abstieg

Abwechselnd auf Natur- und Kunstrasen sowie auf Schlacke wird Kumbela also in Zukunft auf Torejagd gehen. Seine Profi-Karriere endete 2018 bitter, als er mit der Eintracht völlig überraschend aus der Zweiten Liga abstieg. Für den 36-Jährigen schloss sich damit in gewisser Weise der Kreis. Denn mit Braunschweig hatte er einst den Durchmarsch von Liga drei in die Bundesliga geschafft (2013). Es war die beste Zeit in der Karriere des Mannes, der auch durch einige Skandale von sich reden machte. So war Kumbela unter anderem am Fußball-Wettskandal beteiligt.

Beste Profi-Zeit im Eintracht-Trikot

Sportlich wurde der Stürmer eigentlich nur beim BTSV so richtig glücklich. Gleich dreimal nahm ihn der Meister von 1967 unter Vertrag. Zwischenzeitliche Engagements bei anderen Vereinen - unter anderem dem türkischen Club Kardemir Karabükspor - waren von wenig Erfolg gekrönt. Nicht verwunderlich also, dass ihm der Abschied aus der Löwenstadt vor zweieinhalb Jahren sehr schwer fiel: "Ich hätte gerne noch zwei bis drei weitere Jahre in Braunschweig gespielt." Er könne sich vorstellen, später einmal in anderer Funktion zur Eintracht zurückzukehren, erklärte der Torjäger.

Zukunftsmusik. Erst einmal steht für Kumbela nun ein anderes Abenteuer an: Kicken auf Schlacke in Liga zehn.

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