Stand: 13.03.2019 22:16 Uhr

Eintracht erkämpft sich in Unterzahl einen Punkt

von Matthias Heidrich, NDR.de
Die spielentscheidende Szene: Braunschweigs Nils Rütten (Mitte) fliegt vom Platz.

Der Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig ist am Mittwoch beim 1. FC Kaiserslautern zu einem torlosen Remis gekommen und kann damit glücklich und unglücklich zugleich sein. Glücklich, weil die abstiegsbedrohten "Löwen" knapp 70 Minuten auf einem vom Regen völlig aufgeweichten Rasen in Unterzahl spielen mussten und einen leidenschaftlichen Kampf boten. Unglücklich, weil die Rote Karte gegen Nils Rütten in der 21. Minute völlig überzogen war. Da Großaspach zeitgleich verlor, rückten die Niedersachsen in der Tabelle sogar auf einen Punkt an die Nichtabstiegszone heran.

Schubert: "Bin sehr stolz auf meine Mannschaft"

"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, sie hat überragend verteidigt", sagte Eintracht-Trainer André Schubert. "Die Entscheidung des Schiedsrichters möchte ich nicht weiter kommentieren."

Fejzic hält Foulelfmeter- Rütten sieht Rot

28.Spieltag, 13.03.2019 19:00 Uhr

Kaiserslautern

0

Braunschweig

0

Tore:
Kaiserslautern: Grill - Kraus (46. E. Huth), Sickinger, Hainault - D. Schad, Löhmannsröben (67. Bergmann), Albaek, Sternberg - Pick, Zuck (75. Hemlein) - Thiele
Braunschweig: Fejzic - B. Kessel (72. Menz), R. Becker, Nkansah, Kijewski - Otto, Rütten, Pfitzner - Feigenspan (90.+1 Putaro), P. Hofmann, Janzer (81. Fürstner)
Zuschauer: 16363

Weitere Daten zum Spiel

Die erste Hälfte hatte streng genommen nur einen Aufreger zu bieten, der hatte es jedoch in sich und Folgen für die Braunschweiger. In der besagten 21. Minute war Thimmy Thiele frei durch. Eintracht-Verteidiger Rütten behakte den FCK-Stürmer mit den Händen von hinten, ließ aber recht schnell wieder von Thiele ab. Der ging lange danach zu Boden und vergab die Chance. Schiedsrichter Christian Dietz wertete die Aktion als Notbremse, gab Rütten Rot und Kaiserslautern einen Elfmeter. Eine viel zu harte Entscheidung. Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic konnte den Strafstoß von Mads Albaek mit einer starken Parade zwar halten (23.), aber mit einem Mann weniger ging es für die Niedersachsen in der Folgezeit nur noch um Ergebnissicherung.

"Löwen" kämpfen um ihr Leben

Auch nach dem Seitenwechsel konzentrierten sich die Braunschweiger notgedrungen aufs Verteidigen. Das gelang dem Schubert-Team mit viel taktischer Disziplin und noch mehr Leidenschaft auf schwerem Geläuf sehr gut. Kaiserslautern drückte zwar, hatte aber kaum zwingende Möglichkeiten. Lediglich Thiele sorgte ab und an für Gefahr. Doch da war ja noch Fejzic, der in der 55. Minute erneut stark reagierte und den Ball des FCK-Angreifers aus spitzem Winkel um den Pfosten lenkte. Eine Schrecksekunde mussten die Braunschweiger in der Nachspielzeit noch überstehen, als Albaek am kurzen Pfosten an den Ball kam, aber vergab (90.+3). Dann war es geschafft und ein wohlverdienter Punkt mehr auf dem Eintracht-Konto.

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Dieses Thema im Programm:

Sport Aktuell | 13.03.2019 | 21:00 Uhr