Stand: 16.02.2019 17:23 Uhr

Effiziente Wolfsburger besiegen Mainz

von Uli Petersen, NDR.de
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Maximilian Arnold (2.v.r.) stellte mit seinem Treffer die Weichen früh auf Sieg.

"Kämpfen und siegen" - das in den Fankurven der Fußballstadien oft besungene Motto hat der VfL Wolfsburg am Sonnabend in der Bundesliga beherzigt: Am 22. Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 3:0 (1:0). Spielerisch überzeugen konnten die "Wölfe" zwar erst im Schlussdrittel der Partie, aber nach der frühen Führung durch Maximilian Arnold (4.) waren sie zuvor dank einer konzentrierten Abwehrleistung nie in defensive Verlegenheit geraten - dafür agierten die Rheinhessen viel zu harmlos. Am Ende einer einseitigen zweiten Halbzeit stand ein verdienter und deutlicher Sieg für den VfL.

"In der ersten Halbzeit hätten wir noch ein bisschen mehr agieren können, in der zweiten Halbzeit haben wir es nach dem 2:0 souverän heruntergespielt. Ein sehr gelungenes Spiel von uns", zog Innenverteidiger Robin Knoche nach dem Schlusspfiff im NDR Hörfunk-Interview ein vielleicht etwas zu positives Fazit. Die Wolfsburger untermauern mit dem zweiten Sieg im Fußballjahr 2019 ihre Ambitionen, im Kampf um die Europa-League-Plätze auch in der Endphase der Saison ein Wörtchen mitreden zu wollen.

Keine Mainzer Reaktion auf frühes 0:1

Kaum hatte die Partie begonnen, schon führten die nach dem 3:3 in Freiburg vor einer Woche personell unverändert angetretenen Wolfsburger mit 1:0: Eine schnelle Kombination über William, Yannick Gerhardt und Josip Brekalo vollendete Arnold mit einem platzierten Linksschuss aus 17 Metern ins rechte untere Eck (4.). Mit seinem 24. Saisontreffer hat Arnold in der VfL-Rekordtorschützenliste nun Roy Präger eingeholt.

Nach dem perfekten Start konnte sich die Elf von Trainer Labbadia den Luxus erlauben, abzuwarten, was den Mainzern denn so als Reaktion auf das Gegentor einfallen würde. Mit einer aggressiven Verteidigung und mehr Ballbesitz gelang es dem VfL, am eigenen Strafraum keine Großchancen des Gegners zuzulassen. Torhüter Koen Casteels wehrte zaghafte Versuche von Pierre Kunde (5.), Danny Latza (8.) und Moussa Niakhate (21.) mühelos ab. Die "Wölfe" kamen allerdings selbst nur selten in die Mainzer Hälfte, was Unzufriedenheit bei Labbadia an der Seitenlinie und den VfL-Fans auf den Tribünen zur Folge hatte. Williams Aufsetzer, der das Ziel knapp verfehlte, war in der 33. Minute die erste gute Torannäherung seit dem frühen 1:0 für Wolfsburg. Mehr passierte vor der Pause aber nicht.

Videoschiedsrichter mischt sich entscheidend ein

22.Spieltag, 16.02.2019 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

3

1. FSV Mainz

0

Tore:

  • 1:0 Arnold (4.)
  • 2:0 Weghorst (70., Handelfmeter)
  • 3:0 Knoche (77.)

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui (85. Rexhbecaj) - Gerhardt, Arnold - Steffen (71. Mehmedi), Brekalo (78. Klaus) - Weghorst
1. FSV Mainz: Fl. Müller - Brosinski, Bell, Niakhaté, Martín - Kunde Malong - Gbamin, Latza (77. Holtmann) - Boetius (77. Ujah) - Mateta, Quaison (60. Onisiwo)
Zuschauer: 20334

Weitere Daten zum Spiel

Gleich nach Wiederbeginn zeigten sich die "Wölfe" vor nur gut 20.000 Zuschauern im Vorwärtsspiel ideenreicher, schneller - und vor allem zielstrebiger. Brekalos Abschlüsse (49., 55.) und auch ein direkter Freistoß von Arnold (54.) machten deutlich, dass sich der VfL nicht weiter auf dem knappen Vorsprung ausruhen wollte. FSV-Schlussmann Florian Müller rückte in den Blickpunkt, als er einen wuchtigen Schuss von Wout Weghorst (67.) parierte.

Kurz darauf wurde es turbulent: Die VfL-Fans hinter dem Mainzer Tor forderten Handelfmeter, doch erst knapp zwei Minuten nach der betreffenden Szene griff der Videoschiedsrichter aus Köln ein. Auf dem Monitor am Spielfeldrand sah dann auch Schiri Benjamin Cortus, dass der Mainzer Jean-Philippe Gbamin den Ball im Sechzehner mit aktiver Armbewegung berührt hatte - Elfmeter! Weghorst vollendete sicher unten links (70.) - schon sein neuntes Saisontor. Die endgültige Entscheidung der Partie gelang "Jubiläumskicker" Knoche, der in seinem 150. Bundesligaspiel für die "Wölfe" auf 3:0 stellte (77.).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.02.2019 | 22:50 Uhr

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