Robert Marien, Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock © picture alliance/Fotostand

Antisemitismus-Vorwurf: Hansa-Boss Marien spricht mit DIA

Stand: 03.12.2021 17:52 Uhr

Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien und die Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus in Mecklenburg-Vorpommern haben sich ausgetauscht. Die DIA hatte eine Aussage von Marien heftig kritisiert.

Der Chef des Fußball-Zweitligisten war in der "Ostsee-Zeitung" vom 27. November wie folgt zitiert worden: "Wenn eine Markierung auf dem Ticket steht, ein T für getestet, ein G für geimpft, dann sind wir auch nicht weit davon entfernt, ketzerisch gesagt, dass wir bald irgendwelche Armbinden tragen, wo drauf steht, welchen Status wir haben."

Die DIA hatte darin eine Verharmlosung des "antisemitischen Terrors der NS-Zeit" gesehen. Diese Kritik hatte Marien am Donnerstag energisch von sich gewiesen. "Den Vorwurf, den antisemitischen Terror der NS-Zeit zu verharmlosen, weise ich ausdrücklich und entschieden zurück. Eine solche Denkweise entspricht nicht einmal im Ansatz meiner persönlichen politischen Einstellung", hatte der 40-Jährige mitteilen lassen.

Hansa-Chef Marien hat Kontakt zur DIA gesucht

"Wir hatten soeben ein produktives Gespräch mit R. Marien", schrieb die DIA nun am Freitag bei Twitter. "Wir bedanken uns bei Herrn Marien, die Initiative ergriffen und den Kontakt zu uns gesucht zu haben. Ebenso danken wir ihm für die deutliche Klarstellung, den von uns kritisierten Vergleich zu bereuen."

Marien hatte am Donnerstag seinerseits die DIA wegen ihres Vorgehens kritisiert. Es sei eher inakzeptabel, "dass Unterstellungen mit dieser Tragweite per Pressemitteilung verbreitet werden, ohne vorab das persönliche Gespräch mit mir zu suchen, in dem ich diese Fehlinterpretation sofort hätte richtig stellen können", sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 03.12.2021 | 19:30 Uhr

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